Datenschutz
Worm-Daten: Aus den Augen, aus dem Sinn?

Ein Gastbeitrag von Sascha Hempe* 4 min Lesedauer

Worm-Daten sind essenziell in Bereichen, wo Datenintegrität und langfristige Aufbewahrung kritisch sind. Ihre Speicherung bietet Schutz vor Manipulation und hilft, regulatorische Standards zu erfüllen. Jedoch stellt das Management dieser Daten eine Herausforderung dar.

Worm-Daten ermöglichen eine Speicherung für festgelegte Zeiträume, beispielsweise für die Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Aufbewahrungszeiten.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Worm-Daten ermöglichen eine Speicherung für festgelegte Zeiträume, beispielsweise für die Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Aufbewahrungszeiten.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Worm-Daten stehen für Write Once, Read Many Data. In der Datenspeicherung bedeutet dies, dass Daten nur einmal geschrieben und dann mehrmals gelesen, aber nicht verändert werden können. Diese Art von Daten werden aus verschiedenen Gründen benötigt. Insbesondere in Branchen, in denen Datenintegrität, Authentizität und langfristige Aufbewahrung entscheidend sind, kommen sie zur Anwendung. Beispiele hierfür sind Finanzdienstleistungen, Gesundheits- und Rechtswesen, Telekommunikation und der staatliche Sektor. In diesen Branchen werden Worm-Daten verwendet, um wichtige Aufzeichnungen zu speichern. Finanztransaktionen, medizinische Aufzeichnungen, juristische Verträge und Regierungsarchive sind hierfür gute Beispiele.

Um sicherzustellen, dass Informationen in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten bleiben und bei Bedarf für Audits oder rechtliche Zwecke zur Verfügung stehen, werden solche Daten in einem Format gespeichert, das nicht verändert oder gelöscht werden kann. Worm-Daten werden auch zum Schutz vor Datenmanipulationen und zur Einhaltung verschiedener Branchenvorschriften wie SEC-Rule 17a-4(f), HIPAA und DSGVO verwendet. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben viele Speicherhersteller Worm-Funktionen in ihre Systeme integriert. Diese Funktionen ermöglichen die Einrichtung spezieller Speicherbereiche, in denen Daten für einen bestimmten Zeitraum gespeichert werden können, ohne gelöscht oder geändert werden zu können. Das Aufbewahrungsdatum jeder Datei wird individuell gespeichert, da es variieren kann. So müssen einige Akten sieben Jahre aufbewahrt werden, andere zehn Jahre oder länger.