Multiprotokoll-Miniatur-Funkintegration
Wie unterschiedliche Funkgeräte in ein Gehäuse integriert werden können

Von Dr. Nick Wood und Chris Barratt* 5 min Lesedauer

Durch eine ausgeklügelte Modulbauweise und Simulationen können verschiedene Funksysteme in einem Gerät kombiniert werden. Wie das geht, zeigt eine Fallstudie mit einem 2,4-GHz-Bluetooth-Gerät und einem Sub-Gigahertz-LoRa-Funkgerät.

Unterschiedliche Funkgeräte auf wenig Raum zu kombinieren ist herausfordernd, weil dadurch das Risiko von Interferenzen und Übersprechen erhöht wird. Um eine geeignete Lösung für diese Probleme zu finden, bietet sich der Einsatz von Simulationen an.(Bild:  gemeinfrei // Unsplash)
Unterschiedliche Funkgeräte auf wenig Raum zu kombinieren ist herausfordernd, weil dadurch das Risiko von Interferenzen und Übersprechen erhöht wird. Um eine geeignete Lösung für diese Probleme zu finden, bietet sich der Einsatz von Simulationen an.
(Bild: gemeinfrei // Unsplash)

Es gibt zwei grundsätzliche Herangehensweisen für die Entwicklung eines drahtlosen Systems: Das System von Grund auf aufbauen, mit einem HF-Chip, passiven Komponenten, Filtern und dem Anschluss einer Antenne, oder ein drahtloses Modul verwenden, das all diese Elemente in ein komplettes System integriert.

Von Grund auf aufbauen oder ein Modul verwenden?

Der Hauptvorteil, ein System von Grund auf neu zu bauen ist, dass - auf lange Sicht und bei ausreichender Stückzahl - die Stückkosten niedriger sein werden. Um jedoch über den gesamten Lebenszyklus eines Projekts hinweg Geld zu sparen, einschließlich der Kosten für die Konstruktion, das Testen, den Umgang mit Zertifizierungsfragen und die zusätzliche Komplexität bei der Beschaffung und Herstellung, müssen extrem hohe Stückzahlen erreicht werden.