Intelligente Gebäudetechnik
Wie Unternehmen der Hitze smart entgegenwirken können

Ein Gastbeitrag von Stefan Schwab* 3 min Lesedauer

Was macht intelligente Gebäude aus? Angesichts steigender globaler Temperaturen und zunehmender städtischer Wärmeinseln rückt die Energieeffizienz ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Fortschrittliche IoT-Gebäudetechnologien haben das Potenzial, den Energieverbrauch deutlich zu senken.

Smarte Gebäude wandeln sich zunehmend zu mehr als lediglich schützenden Hüllen; sie agieren als selbstlernende Klima-Oasen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Smarte Gebäude wandeln sich zunehmend zu mehr als lediglich schützenden Hüllen; sie agieren als selbstlernende Klima-Oasen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Am 24. Juli 2023 kletterte in Palermo, Sizilien, das Thermometer auf 47 °C. Nur ein paar hundert Kilometer nördlich – in Rom – zeigte es sechs Tage zuvor 43 °C an, ebenfalls ein Allzeitrekord. Währenddessen beobachtete die auf 3.109 Metern gelegene Station „Sonnblick Observatorium“ in Österreich 15,7 °C – der höchste Wert seit den Aufzeichnungen im Jahr 1886. Das Phänomen war nicht auf Südeuropa beschränkt. In den Niederlanden wurde der Juni mit einer Durchschnittstemperatur von 19,4 °C zum bisher wärmsten Junimonat. Auch Großbritannien verzeichnete die höchsten Junitemperaturen seit den ersten regelmäßigen Protokollen im Jahr 1884. Diese vom Zentrum für Katastrophenmanagement und Risikominderungstechnologie (kurz: Cedim) durch die „Untersuchung der globalen Hitzewelle im Jahr 2023“ dokumentierten Zahlen belegen: Die Sommer werden heißer. Bis 2050 könnten glühende Temperaturen für rund 1,6 Milliarden Stadtbewohner in über 970 Metropolen zum Alltag gehören, warnen die Vereinten Nationen. In Verbindung mit dem städtischen Wärmeinseleffekt, der dafür sorgt, dass es in Städten wärmer ist als in den umliegenden ländlichen Gebieten, werden Stadtbewohner damit leben müssen und sich danach sehnen, sich in angenehm temperierte Räume zurückziehen zu können.

IoT-Technologie: Eine kühle Perspektive

Smarte Gebäude wandeln sich zunehmend zu mehr als lediglich schützenden Hüllen; sie agieren als selbstlernende Klima-Oasen. Ausgestattet mit modernster IoT-Technologie, um Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu steuern und einem Design, das Energieeffizienz in den Mittelpunkt stellt. So dienen sie gleichzeitig der Gesundheit der Menschen und dem Klimaschutz. Das Herzstück dieser Gebäude bilden ein komplexes Netzwerk von Sensoren, drahtlosen Verbindungen, Edge-Gateways und Cloud-Plattformen. Sie erlauben eine Echtzeitüberwachung und -anpassung der Raumklimabedingungen wie beispielsweise durch intelligente Jalousiensteuerung und tragen so dazu bei, den Energieverbrauchs zu senken und das Wohlbefinden zu verbessern. Die dabei gewonnenen Daten liefern wertvolle Einsichten für eine optimale Raumnutzung und strategische Immobilienentscheidungen, egal ob die Technologie in bestehenden Gebäuden nachgerüstet oder in Neubauten integriert wird. Industrieanlagen, Bürokomplexe, Krankenhäuser, Lagerhäuser und Einzelhandelsgeschäfte – allein in den USA sind sie für etwa 19 Prozent des gesamten Stromverbrauchs verantwortlich. Somit haben Innovationen in der Gebäudeautomation das Potenzial, sich weitreichend auf die globale Klimabilanz auszuwirken. Unternehmen können hierbei also einen Maßstab setzen.

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