Auf dem Weg zu Green Ops
Wie sich Cloud-Lösungen energieeffizienter nutzen lassen

Ein Gastbeitrag von Björn Brundert* 7 min Lesedauer

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Der Ressourcenverbrauch von IT-Systemen rückt nur langsam ins Bewusstsein vieler Unternehmen. Dabei sind der damit verbundene Energiebedarf und Schadstoffausstoß entscheidend für die Ökobilanz. Mit den richtigen Tools lässt sich der IT-Betrieb energieeffizienter gestalten.

Verschiedene Maßnahmen helfen dabei, Rechenzentrumskapazitäten besser auszulasten und ihren Energieverbrauch zu tracken.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Verschiedene Maßnahmen helfen dabei, Rechenzentrumskapazitäten besser auszulasten und ihren Energieverbrauch zu tracken.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Wäre das Internet ein Land, so hätte es den sechstgrößten jährlichen CO2-Ausstoß der Erde – und würde damit noch mehr emittieren als Deutschland. Das Internet verursacht sogar mehr Treibhausgase als der weltweite Flugverkehr, Tendenz steigend. Das liegt vor allem an der wachsenden Nachfrage nach Cloud-basierten Lösungen, einem verstärkten Streaming-Aufkommen und der zunehmenden Digitalisierung analoger Prozesse. In Deutschland wird die dafür benötigte Rechenleistung in über 50.000 Rechenzentren und kleineren IT-Installationen abgebildet. Ihr Energieverbrauch ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen – und dürfte es weiterhin tun: Laut einer Studie des Branchenverbands Bitkom werden die in Deutschland benötigten Rechenzentrumskapazitäten bis 2025 um 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021 zunehmen.

Mehr als die Hälfte davon wird wohl auf Cloud Computing entfallen, das sich bis dahin zum dominanten Bereitstellungsmodell für Software-Lösungen entwickelt haben dürfte. Der Energiebedarf eines größeren Rechenzentrums entspricht durchaus dem einer kleinen bis mittelgroßen Stadt. Somit rückt der Ressourcenverbrauch verstärkt in den Fokus gesetzlicher Reglementierung, wie etwa das Energieeffizienzgesetz deutlich macht. Zugleich sind Unternehmen zunehmend auf die Flexibilität hybrider Cloud-Umgebungen angewiesen, um ortsunabhängig auf Daten und Anwendungen zugreifen zu können. Umso wichtiger ist es für sie, Wege zu finden, die damit verbundenen IT-Ressourcen klimaverträglich und energieeffizient zu nutzen.