Expertenbeitrag

 Dirk Möller

Dirk Möller

Bis 2022 Area Director of Sales CEMEA bei, Neo4j

Transparentes Supply Chain Management
Wie man zuverlässige Lieferketten aufbaut

Von Dirk Möller 4 min Lesedauer

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Die Corona-Pandemie verdeutlicht die Komplexität und Verwundbarkeit von globalen Lieferketten. Um Risiken und Lieferengpässe erfolgreich entgegen zu wirken, benötigen Unternehmen eine 360 Grad-Transparenz in der eigenen Lieferkette und eine Datenmanagementlösung für vernetzte Daten.

Lieferketten sind fragile Gebilde, doch man kann sie gezielt stärken.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Lieferketten sind fragile Gebilde, doch man kann sie gezielt stärken.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Moderne Supply Chains sind komplexe Netzwerke und umfassen neben Herstellern auch sämtliche Zulieferer, Einzelteile, Transportunternehmen, Händler sowie Vertriebspartner. Aufgrund des Lockdowns im Zuge der Coronavirus-Pandemie mussten viele Unternehmen die Produktion stilllegen, was zu Lieferkettenunterbrechungen und einer unzuverlässigen Beschaffung führte. Laut einer Umfrage des Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), spürten 53 Prozent der Befragten kritische Auswirkungen auf die Lieferkette. 63 Prozent kämpften mit Lieferverzögerungen und 22 Prozent gaben Lieferausfälle an.

Selbst wenn Unternehmen auf alternative Lieferquellen ausweichen, ist damit die Gefahr von Lieferengpässen noch nicht gebannt. Im Gesundheitswesen werden beispielsweise für die Versorgung mit medizinischen Geräten, wie Rachenabstriche oder Atemschutzmasken, in der Regel mehrere verschiedene Hersteller herangezogen. Allerdings mindert dieser Umstand nicht automatisch das Risiko von Produktengpässen. Nutzen verschiedene Hersteller denselben Importeur für den Transport der Ware, können durch den eingeschränkten Flugverkehr und langen Wartezeiten bei der Grenz- und Zollkontrolle auch hier schnell Lieferengpässe entstehen.