Engpass bei digitalen Talenten
Wie Industrie-4.0-ready ist der Großanlagenbau?

Von Jürgen Schreier 4 min Lesedauer

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Der digitale Reifegrad im deutschen Großanlagenbau ist gestiegen, so eine Studie von maexpartners und der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau. Bei der letzten Studie vor zwei Jahren war hier ein deutlicher Rückstand diagnostiziert worden.

Die Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau repräsentiert einen jährlichen Auftragseingang von 19 Milliarden Euro und rund 58.000 Beschäftigte im Inland. (Bild:  VDMA)
Die Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau repräsentiert einen jährlichen Auftragseingang von 19 Milliarden Euro und rund 58.000 Beschäftigte im Inland.
(Bild: VDMA)

Der Wettbewerbsdruck im Großanlagenbau ist enorm und hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Zu dieser Einschätzung kommen die VDMA Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau (AGAB) und die Unternehmensberatung maexpartners im Rahmen ihrer aktuellen Studie „Potenziale von Industrie 4.0 im Großanlagenbau“. Demnach berichten derzeit 46 Prozent der Entscheider im deutschen Großanlagenbau über sehr starken Konkurrenzdruck in ihrer Branche. In den kommenden drei Jahren erwarten sogar 68 Prozent der Manager eine deutliche Intensivierung des Wettbewerbs. Dieser Wert hat sich im Vergleich zu einer Befragung im Jahr 2014 nahezu verdreifacht.

China macht deutschem Anlagenbau das Leben schwer

Wachsende Probleme bereitet nicht zuletzt vor die stetig wachsende Zahl der Marktteilnehmer aus Schwellenländern. Vor allem asiatische Anbieter heizen den Kampf um Marktanteile an. Als stärkste Konkurrenten werden die Anlagenbauer aus China wahrgenommen. Diese haben ihre globale Präsenz in den vergangenen Jahren permanent ausbauen können und erreichen heute einen Weltmarktanteil von rund 18 Prozent.