Logistik 4.0
Wie Fabriksimulation die pünktliche Lieferung sichert

Von Wolfgang Lynen 5 min Lesedauer

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Die Planung einer Anlage zur Zwischenlagerung produzierter Güter kann zu einer anspruchsvollen Aufgabe werden, denn der anvisierte Durchsatz muss möglich sein. Für solche Materialfluss-Systeme nutzt Güdel eine 3D-Fabriksimulation, um auch Zykluszeiten und Auslastungen zu analysieren.

Zur Sortierung, Zwischenlagerung und Palettierung von Reifen für die Auto­mobilindustrie entwickelte Güdel eine Automatisierungslösung mithilfe einer 3D-Fabriksimulation.(Bild:  Visual Components)
Zur Sortierung, Zwischenlagerung und Palettierung von Reifen für die Auto­mobilindustrie entwickelte Güdel eine Automatisierungslösung mithilfe einer 3D-Fabriksimulation.
(Bild: Visual Components)

Stellen Sie sich vor, Sie müssten als Hersteller jeden Tag 12.000 Reifen an einen Automobilhersteller liefern, und zwar just in time und just in sequence – also genau in der Reihenfolge, wie die Autos auf dem Band montiert werden und wie es die Kunden bestellt haben. Und das bei zahlreichen unterschiedlichen Reifentypen. Dann bräuchten Sie ein gut organisiertes Zwischenlager und eine ausgeklügelte Logistik. Als Hersteller muss man das nicht selbst übernehmen; dafür gibt es Spezialfirmen, die solche anspruchsvollen Aufgaben beherrschen.

Einer von ihnen ist die Güdel Group, mit Hauptsitz in Langenthal in der Schweiz. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Automations-, Linear- und Antriebstechnik. Seit seiner Gründung im Jahr 1954 ist es im Besitz der Eigentümerfamilie. An weltweit über 30 Standorten arbeiten inzwischen rund 1200 Mitarbeitende für Güdel. Die Produktpalette reicht von Linearführungen, Zahnstangen, Ritzeln und Getrieben über Linearachsen bis hin zu Portalrobotern.