Industrielle Sprachsteuerung
Wie es ist, eine Maschine mit Sprache zu steuern

Von Sariana Kunze 8 min Lesedauer

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Erst Knöpfe, jetzt Touch-Panels, dann Spracheingabe – bei Geräten im privaten Umfeld längst Standard. Werden wir bald auch in der Industrie Maschinen über Sprachkommandos steuern? Und: kann das überhaupt funktionieren? Sariana Kunze sprach mit einer Maschine.

Mit der Macht der Wort Maschinen steuern. (Bild:  ©ra2 studio - stock.adobe.com)
Mit der Macht der Wort Maschinen steuern.
(Bild: ©ra2 studio - stock.adobe.com)

Ich beuge mich vor, spreche laut und deutlich: „Hey MGA.“ Ein Bing ist zu hören. Das Aktivierungswort hat funktioniert. Die Maschine hat mich verstanden, wartet auf mein Kommando. In Hochdeutsch sage ich: „Automatikbetrieb.“ Nichts passiert. Es bleibt still. Ein kurzer Blick in das Handbuch verrät mir, was die richtigen Zauberworte für die von mir gewünschte Aktion sind. Also von vorne: „Hey MGA.“ Ein Bing. „Automatikmodus.“ Eine Frauenstimme antwortet aus einem Lautsprecher: „Automatikmodus aktiviert.“ Rechts neben dem Prototyp-Aufbau beginnt es plötzlich zu surren, das Förderband einer Lernfabrik von Fischertechnik setzt sich in Bewegung. Die Miniaturfabrik transportiert jetzt kleine, runde Klötzchen, die Werkstücke darstellen sollen, von dem einen Ende der Produktionsstraße zu dem anderen. Erst wird ein rotes bearbeitet, dann ein weißes, nun ein blaues.

Sprachsteuerung kostet nicht mehr als eine Visualisierung