Additive Fertigung
Wie es aktuell um die Branche steht

Von Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler 4 min Lesedauer

In der industriellen Produktion nehmen additive Fertigungsverfahren eine immer wichtigere Rolle ein. So bleiben die Aussichten einer Umfrage zufolge trotz – oder auch wegen der angespannten allgemeinen Situation – gut.

Seit Jahren zur Prototypenfertigung und Produktentwicklung verwendet, hat der 3D-Druck heute einen Reifegrad, der eine breite Anwendung in der Fertigung erlaubt.(Bild:  © mari1408 - stock.adobe.com)
Seit Jahren zur Prototypenfertigung und Produktentwicklung verwendet, hat der 3D-Druck heute einen Reifegrad, der eine breite Anwendung in der Fertigung erlaubt.
(Bild: © mari1408 - stock.adobe.com)

Komplexe Geometrien fertigen zu können, schnelle Iterationen, individuelle Massenanfertigung bei reduzierter Durchlaufzeit, weniger Kosten, weniger Gewicht und vereinfachtes Lieferketten-Management: Dies sind einer Umfrage von Sculpteo aus dem Jahr 2021 mit mehr als 1900 Befragten aus 71 Ländern zufolge die Hauptvorteile der additiven Fertigung. Einen Schub hat die Technologie zuletzt noch erhalten aufgrund der Lieferengpässe – zunächst bedingt durch die Corona-Pandemie, anschließend weiter verstärkt durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine.

Wachstum prognostiziert

So sahen sich viele Unternehmen dazu gezwungen, über den Tellerrand zu schauen und haben laut Stratasys-Manager Michael Eichmann auch die Potenziale der additiven Fertigung für eine schnelle, flexible und nachhaltige Produktion entdeckt. Auch das Beratungsunternehmen Ampower kommt in seiner 4. Auflage des jährlichen Marktreports für die industrielle Additive Fertigung zu dem Schluss, dass sich die Branche 2021 erholt hat. Der globale Markt für 3D-Druck wird im Jahr 2021 mit 8,33 Milliarden Euro angegeben, was einem Wachstum von mehr als 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zudem prognostiziert Ampower für das Jahr 2026 ein Marktvolumen von 20 Milliarden Euro.