Blockchain und Big Data Wie Digitaltechnik die Lieferkette zu sichern hilft
Big Data, Deep Learning oder Blockchain bieten durchaus Potential bei Problemen innerhalb komplexer Lieferketten Abhilfe zu schaffen. Insbesondere Distributed-Ledger- und Big-Data-Technologien könnten das Risikomanagement in der Lieferkette verändern. Doch bleiben viele dieser Potentiale derzeit bei den meisten Unternehmen noch nur wenig ausgeschöpft.
Gibt es Probleme in der Lieferkette, kann ein Unternehmen unter Umständen nicht mehr produzieren. Diese Erkenntnis scheint banal. Und dennoch: Viele Unternehmen in Deutschland haben keine oder nur unzureichende Notfallpläne in der Schublade liegen, wenn ihre Lieferkette in Gefahr gerät. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Studie des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) und von Riskmethods, einem Software-as-a-Service (SaaS)-Anbieter im Bereich Supply-Chain-Risk-Management. Ein Grund für die mangelhafte Absicherung: Die Lieferketten und damit das Supply-Chain-Management werden immer komplizierter und verwobener. Auch Unfälle, Naturkatastrophen und Unruhen auf der anderen Seite des Globus können sich auf die Produktion hierzulande auswirken. Dazu kommt: „Die Hälfte der Probleme entsteht jenseits der direkten Lieferanten, also bei den Vorlieferanten“, sagt Riskmethods-Gründer und -CEO Rolf Zimmer.
Ein digitales Logbuch
Robert A. Küfner kennt Beispiele für solche Supply-Chain-Probleme. Im Medizintechnikbereich, etwa bei der Herstellung eines künstlichen Kniegelenks, sei es, wie in zahlreichen anderen Branchen, normal, dass mehrere Firmen die einzelnen Komponenten für ein Produkt liefern, das dann vom eigentlichen Hersteller zusammengebaut wird. „Der Produzent muss dann nachweisen können, dass alles den Normen und Zertifizierungsstandards entspricht“, sagt Küfner. Selbst mit Bitcoin zum Millionär geworden, sieht er hier das ideale Anwendungsfeld für die der Blockchain zugrunde liegende Distributed-Ledger-Technologie: „Wenn mehrere Unternehmen aus verschiedenen Industrien zusammenarbeiten müssen, können sie sämtliche Arbeitsschritte in einem unkompromittierbaren Layer abbilden“, sagt er.
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