IoT-Analytics
Wie digitale Tools die Supply Chain vor Wetterextremen schützen

Ein Gastbeitrag von Christian Mehrtens* 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Extreme Wetterlagen werden weltweit zu einem Problem und könnten in den nächsten Jahrzehnten noch deutlich präsenter werden. Wie sich Unternehmen mit den richtigen Tools vor Fluten, Bränden oder Dürren schützen können und wieso sie dafür bessere Daten brauchen.

Lieferketten werden durch extreme Wetterlagen wie Fluten anfällig für Unterbrechungen. Laut McKinsey wird etwa die Halbeiterfertigung in den nächsten Jahrzehnten deutlich stärker von Wirbelstürmen bedroht.(Bild:  gemeinfrei // Unsplash)
Lieferketten werden durch extreme Wetterlagen wie Fluten anfällig für Unterbrechungen. Laut McKinsey wird etwa die Halbeiterfertigung in den nächsten Jahrzehnten deutlich stärker von Wirbelstürmen bedroht.
(Bild: gemeinfrei // Unsplash)

Verspätungen? Darüber ärgern sich Bahnnutzer in der Schweiz nur selten. Schweizer Eisenbahnen sind pünktlicher als die Züge im restlichen Europa. Übrigens bei jedem Wetter: Dafür gibt es viele Gründe. Einer davon: Die Schweizer Eisenbahnen (SBB) nutzen Location Intelligence, um über betriebliche Störungen in den Transport-, Energie- und Datennetzen in Echtzeit im Bild zu sein. Eine Webanwendung visualisiert mit aktuellen Karten das Netz der Bahn. Kommt es irgendwo zu einer Störung, sind die Beschäftigten über die Zusammenhänge rasch informiert und können umgehend eingreifen.

Extreme Wetterereignisse gefährden die Lieferkette

Die Schweizer Eisenbahn taugt auch beim Umbau der Lieferkette zum Vorbild. Denn unsere Supply Chains sehen sich neuen Gefährdungen ausgesetzt: Spätestens seit der Flutkatastrophe in Deutschland, den Waldbränden in Griechenland und der Dürre in den USA wissen wir, dass Wetterextreme globale Liefernetzwerke bedrohen. Die Modelle der Klimaforscher zeigen, dass wir künftig weltweit immer öfter mit solchen Extremwetterereignissen rechnen müssen. Diese Wetterphänomene betreffen auch Unternehmen, denn deren Lieferketten sind laut McKinsey auf ein stabiles Klima ausgelegt. Doch allein die Wahrscheinlichkeit, dass ein starker Wirbelsturm die enorm wichtigen und schon jetzt stark gebeutelten Halbleiterlieferketten unterbricht, könnte bis 2040 um das Zwei- bis Vierfache steigen, prognostiziert McKinsey. Die Analystenteams raten Unternehmen daher zu kontinuierlichen Risikoanalysen.