Sintern statt Ätzen
Wie 3D-Druck die Fertigung von Leiterbahnen umweltfreundlicher macht

Ein Gastbeitrag von Ejvind Olsen* 3 min Lesedauer

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Die Herstellung von Leiterbahnen war bisher mit ökologischen Problemen verbunden. Das Institut für Transport- und Automatisierungstechnik entwickelt deshalb ein 3D-Druckverfahren, das die Produktion von Leiterbahnen umweltfreundlicher, effizienter und flexibler macht.

Hörgerätebauteil mit gesinterten Leiterbahnen (Bild:  Institut für Transport- und Automatisierungstechnik)
Hörgerätebauteil mit gesinterten Leiterbahnen
(Bild: Institut für Transport- und Automatisierungstechnik)

Leiterbahnen sind die Adern der Mikroelektronik. Sie dienen der Strom- und Signalübertragung in elektronischen Bauelementen und integrierten Schaltkreisen, die – von der Computer- über die Fahrzeug- bis zur Medizintechnik – aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

Allerdings bringen die herkömmlichen Herstellungsverfahren ökologische Probleme mit sich. Um Leiterbahnen zu erzeugen, werden mit Kupfer beschichtete Platten mit einem lichtempfindlichen Lack überzogen. Nach der Belichtung mit einer Vorlage werden die Bahnen in der Kupferschicht durch Ätzverfahren hervorgebracht. Dafür sind Bäder mit hochgiftigen Chemikalien und das Einhalten von weitreichenden Umweltvorschriften notwendig. Hinzu kommt ein hoher Kupferverbrauch: Bis auf die Strukturen, die als Leiterbahnen dienen, muss die Kupferbeschichtung komplett weggeätzt werden.

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