Cybersecurity
Wenn virtuelle Risiken real werden

Ein Gastbeitrag von Michael Pfeifer und Josef Güntner* 4 min Lesedauer

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Safety und Cybersecurity sind in der automatisierten Produktion nur durch ein erweitertes Risikomanagement zu gewährleisten. Für Produktionsabläufe mit vernetzten Systemen, Anlagen und Maschinen lassen sich damit höhere Reaktionsgeschwindigkeit und mehr Flexibilität erreichen.

Im Mittelpunkt eines Enhanced Risk Managements sollte der Dialog zwischen den Teams aus der IT- und OT- sowie aus der Maschinensicherheit stehen. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Im Mittelpunkt eines Enhanced Risk Managements sollte der Dialog zwischen den Teams aus der IT- und OT- sowie aus der Maschinensicherheit stehen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Angriffe durch Hacker bedrohen die produzierende Industrie nicht erst seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Sie sind deswegen aber noch stärker im Fokus als bislang. Nicht nur die Versorgungssicherheit und der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen, sondern auch die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitenden steht auf dem Spiel, wenn Anlagen aus dem Netz angegriffen werden. Deshalb wird es immer wichtiger, die IT- und OT-Umgebungen durch ein neues, verbessertes Risikomanagement zu schützen. OT steht dabei für Operational Technology und meint den Teil der Informationstechnologie, der automatisierte Prozessabläufe ermöglicht.

Wird ein Unternehmen gehackt, drohen zudem Bußgelder von Behörden. Und die können in Millionenhöhe liegen, vor allem wenn die möglichen vier Prozent des Jahresumsatzes bei der Festsetzung der Strafe ausgereizt werden. Innerhalb von 72 Stunden nach Beginn des Angriffes müssen betroffene Unternehmen oder Institutionen eine Cyberattacke dem Datenschutzbeauftragten ihres jeweiligen Bundeslandes melden. Wird diese Frist verletzt, ist in der Regel ein Bußgeld fällig. Und falls sich herausstellt, dass Unternehmen Mitarbeiter-, Kunden- und Geschäftspartnerdaten zusätzlich unzureichend geschützt haben, wirken sich diese Verstöße gegen europaweit gültige Datenschutzvorgaben in der Regel ebenfalls negativ aus.