Gastkommentar
Wenn Hardware-Unternehmen sich softwaredefiniert sehen

Von David A. Chapa* 5 min Lesedauer

Was bedeutet es für Kunden, wenn Hardware-Unternehmen plötzlich zu Software-Unternehmen werden? Oft steht dabei nicht der Kundennutzen oder die Weiterentwicklung der Technologie im Fokus, sondern finanzielle Überlegungen.

Wenn Hardware-Unternehmen den Hebel umlegen und sich jetzt als softwaredefiniert bezeichnen, ziehen Kunden oft den Kürzeren, weil sie weiter an eine bestimmte Hardware gebunden sind.(Bild:  gemeinfrei // Unsplash)
Wenn Hardware-Unternehmen den Hebel umlegen und sich jetzt als softwaredefiniert bezeichnen, ziehen Kunden oft den Kürzeren, weil sie weiter an eine bestimmte Hardware gebunden sind.
(Bild: gemeinfrei // Unsplash)

Henry Ford war bekannt als ein Mann, der zu vielen Dingen etwas zu sagen hatte. Eines meiner Lieblingszitate von Henry Ford bezieht sich auf die Vielfalt der Farboptionen, die für seine Autos zur Verfügung standen. "Jeder Kunde kann sein Auto in der gewünschten Farbe lackieren lassen, solange es schwarz ist." -Henry Ford.

Dieses Zitat kam mir in den Sinn, als ich einen Artikel über ein relativ junges Start-up-Unternehmen namens VAST Data las, das sich selbst als Softwareunternehmen bezeichnet. VAST Data hat seine Lösung in Abhängigkeit von einer bestimmten Hardware-Plattform entwickelt. Ganz im Sinne von Henry Ford sagt VAST seinen Kunden, dass ihre Software auf jeder Hardwareplattform läuft, solange sie von dem von ihnen gewählten Distributor stammt. Es ist einfach, zu sagen, man sei ein Software-Unternehmen, aber ungleich schwerer, es tatsächlich unter Beweis zu stellen. Die reine Aussage, ein schwarzes Auto sei blau, macht das Auto nicht blau.