Umfrage Weibliche Entwickler sind loyaler, wollen aber gefördert werden

Quelle: We Are Developers 2 min Lesedauer

Gutes Fachpersonal ist in der IT-Branche schwer zu bekommen. Es wird Zeit, dass Arbeitgeber sich mehr um Entwicklerinnen bemühen.

Gerade Frauen sind in der IT-Branche nach wie vor unterrepräsentiert, was den Talent-Pool schmerzlich verkleinert. (Bild:  Friends Stock - stock.adobe.com)
Gerade Frauen sind in der IT-Branche nach wie vor unterrepräsentiert, was den Talent-Pool schmerzlich verkleinert.
(Bild: Friends Stock - stock.adobe.com)

Die Entwickler-Community We Are Developers hat eine Studie über die Bedürfnisse von Entwicklern veröffentlicht und dabei vor allem weibliche Entwickler genauer unter die Lupe genommen. An erster Stelle steht laut einer Mitteilung das Gehalt, dicht gefolgt von der Möglichkeit, an interessanten Projekten zu arbeiten. Auch Unterstützung in ihrer persönlichen Weiterentwicklung steht bei Entwicklerinnen ganz oben auf der Agenda.

Außerdem sei es für 60 Prozent der Frauen besonders wichtig, dass ihr beruflicher Erfolg entsprechend anerkannt wird. 50 Prozent der befragten Männer legen hier ebenfalls wert darauf. Für die erbrachte Leistung wollen Entwicklerinnen vor allem nachhaltig gefördert werden, auch durch Weiterbildungen. Der Wunsch nach einer Gehaltserhöhung ist bei Frauen (62 Prozent) inzwischen ausgeprägter als bei Männern (57 Prozent).

Die Hälfte der befragten Entwicklerinnen legen zudem einen großen Wert auf flexible Remote-Arbeitsmöglichkeiten. Eben soviel wünschen sich persönliches und fachliches Feedback. 35 Prozent würden außerdem die Teilnahme an einem Mentoring-Programm begrüßen. Laut der Studie sind Männern diese Punkte weniger wichtig.

Entwicklerinnen sind loyaler

Weibliche Mitarbeiter würden zudem im Schnitt mehr Loyalität zeigen und auch in schwierigen oder unzufriedenen Phasen zunächst abwarten, bevor sie kündigen. Sollte es doch soweit kommen, sei bei 37 Prozent der Befragten das Gehalt ausschlaggebend für die Kündigung, dicht gefolgt von einer schlechten Arbeitsatmosphäre mit 36 Prozent. 33 Prozent haben stressige oder ineffiziente Arbeitsbedingungen als Kündigungsgrund angegeben, 30 Prozent nennen unfaire, unklare oder intransparente Beförderungen im Unternehmen.

Diskriminierung am Arbeitsplatz bleibt für viele Frauen ein spürbares Problem, heißt es weiter. 55 Prozent gaben demnach an: „Ich habe mich am Arbeitsplatz schon einmal diskriminiert gefühlt beziehungsweise Diskriminierung gesehen.“ Am häufigsten beziehen sich diese negativen Erfahrungen auf Rassismus, doch auch sexistische Diskriminierung ist ein Thema. 72 Prozent der befragten Entwicklerinnen haben angegeben, schon einmal Diskriminierung im Job erlebt oder beobachtet haben. Von den befragten Männern haben 61 Prozent Diskriminierung im Job erlebt oder beobachtet.

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