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Was ist Predictive Maintenance? Definition, Anwendung und Beispiele

Von Jakob Schreiner 8 min Lesedauer

Predictive Maintenance ist eine der greifbarsten Anwendungen der Industrie 4.0. Damit können aus Maschinen Zustandsdaten gewonnen und so Anlagen proaktiv gewartet werden. Dieser Beitrag erklärt anhand einer Definition und Beispielen aus der Praxis, was Predictive Maintenance bedeutet und wie es funktioniert.

Predictive Maintenance ist essentiell für die Industrie 4.0.(Bild:   / CC0)
Predictive Maintenance ist essentiell für die Industrie 4.0.
(Bild: / CC0)

Predictive Maintenance (zu Deutsch: vorausschauende Instandhaltung) bezeichnet per Definition einen Wartungsvorgang, der auf der Auswertung von Prozess- und Maschinendaten basiert und findet sich vor allem im sprachlichen Kontext der Industrie 4.0.Durch diese Echtzeit-Verarbeitung der zugrundeliegenden Daten werden Prognosen möglich, die die Grundlage für eine bedarfsgerechte Wartung und folglich die Reduktion von Ausfallzeiten bilden. Hierzu bedarf es neben der Interpretation von Sensordaten einer Kombination aus Echtzeit-Analysetechnik und In-Memory-Datenbank, um eine, im Vergleich mit Festplattenlaufwerken, höhere Zugriffsgeschwindigkeit auf die Daten zu erzielen. Wenn alles gelingt, wird es produktionsseitig möglich, einen Techniker mit der Behebung eines Problems zu beauftragen, noch bevor es entsteht. Denn: Nur wenn Anlagen, Maschinen und Prozesse einwandfrei funktionieren, können wirtschaftliche Ziele erreicht werden.

Mithilfe von Predictive Maintenance-Techniken wird der Zustand von in Betrieb befindlichen Geräten bestimmt, um vorauszusagen, wann eine Wartung durchgeführt werden sollte. Dadurch können Kosteneinsparungen gegenüber der routinemäßigen oder zeitabhängigen vorbeugenden Wartung erzielt werden, da Aufgaben nur dann ausgeführt werden, wenn sie auch tatsächlich notwendig sind.