Basics
Was ist 5G? Geschwindigkeiten, Verfügbarkeit und Anwendungen

Von Stefan Guggenberger 6 min Lesedauer

5G steht als Nachfolger von 4G fest und der Ausbau des Mobilfunkstandards schreitet schnell voran. Was unter 5G zu verstehen ist, welche Anwendungsgebiete es heute schon gibt und welche Vor- und Nachteile der neue Standard mit sich bringt.

Der Mobilfunkstandard 5G baut auf dem Vorgänger 4G, auch bekannt als LTE, auf und verspricht unter anderem Datenraten bis zu 10 Gbit/s und extrem geringe Latenzzeiten.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Der Mobilfunkstandard 5G baut auf dem Vorgänger 4G, auch bekannt als LTE, auf und verspricht unter anderem Datenraten bis zu 10 Gbit/s und extrem geringe Latenzzeiten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

5G ist die fünfte Generation des Mobilfunks und damit der direkte Nachfolger von 4G (LTE). Im Gegensatz zu seinen Vorgängern (4G, 3G und 2G) bietet der neue Standard deutlich erhöhte Datenraten, eine geringere Latenz und neue Frequenzbereiche. 5G wird auch als die Grundlage der Digitalisierung bezeichnet, weil damit Datenübertragungen in Echtzeit möglich sind. Dadurch ergeben sich sowohl für Endverbraucher als auch für die Industrie im Rahmen des Internets der Dinge neue Anwendungsgebiete der Digitalisierung. Neben den Vorteilen bringt der Standard auch neue Herausforderungen mit sich: Beispielsweise muss die Zahl der Sendemasten im Vergleich zu 4G zunehmen, um ein flächendeckendes 5G-Netzwerk aufzubauen.

Was bedeutet 5G?

Im Vergleich zu vorherigen Mobilfunkstandards kann 5G an die Anforderungen der Nutzer vor Ort angepasst werden. Während bei 4G noch die Bevölkerungsdichte maßgeblich für die Anzahl der Basisstationen war, rücken bei 5G die Anwendungen in den Mittelpunkt: In einem Industriegebiet mit Smart Factories wird ein breitbandiges Netz benötigt, in dem eine Vielzahl von IoT-Geräten kommunizieren kann. Auf Verkehrswegen brauchen (teil-)autonome Fahrzeuge hingegen extrem kurze Latenzzeiten und absolut zuverlässige Verbindungen. Die Leistungsfähigkeit von Netzwerken wird sich in Zukunft also stark unterscheiden. Zudem werden hochspezialisierte lokale Netzwerke aufgebaut. Schon heute setzen Unternehmen beispielsweise auf sogenannte Campus-Netzwerke, die eine vernetzte Fertigung via 5G ermöglichen, aber nicht mit dem öffentlichen Netz verbunden sind.