Studie
Was Deutsche über Algorithmen denken

Von Lisa Marie Waschbusch 2 min Lesedauer

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Partnersuche, Online-Shopping, Job-Bewerbung – Algorithmen sind längst Teil unseres Alltags. Doch nur wenige wissen, wo sie tatsächlich eingesetzt werden und wie wirkmächtig sie sind. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung offenbart, wie viel die Deutschen über Algorithmen wissen und was sie von ihnen halten.

Algorithmen sind heute fester Bestandteil unseres Alltags. Allerdings herrscht weitgehend Unwissenheit darüber in Deutschland, wo sie überhaupt zum Einsatz kommen.(Bild:   / CC0)
Algorithmen sind heute fester Bestandteil unseres Alltags. Allerdings herrscht weitgehend Unwissenheit darüber in Deutschland, wo sie überhaupt zum Einsatz kommen.
(Bild: / CC0)

Dass hinter Dating-Apps wie Tinder oder personalisierter Internet-Werbung so etwas wie Künstliche Intelligenz (KI) steckt, ist für immerhin 50 Prozent der Bürger einleuchtend. Dass allerdings auch der Personaler auf KI zurückgreifen könnte, um eine Vorauswahl unter Job-Bewerbern zu treffen, weiß nur ein Drittel. Algorithmen sind in unserem Alltag bereits integriert, doch die wenigsten wissen das. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Demnach haben nur etwa zehn Prozent aller in Deutschland lebenden Menschen eine genaue Vorstellung davon, was Algorithmen überhaupt sind und wie sie funktionieren. „Algorithmen bestimmen zunehmend über unser Leben. In Deutschland fehlt es an grundsätzlichem Wissen über den digitalen Wandel. Wir müssen dringend lernen, die Chancen und Risiken von Algorithmen richtig abzuwägen“, so Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

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Die Unwissenheit über Algorithmen führt allerdings nicht dazu, dass die Bevölkerung ihnen gegenüber grundsätzlich negativ eingestellt ist: 46 Prozent aller Befragten haben keine festgelegte Haltung zu Algorithmen. Eine gesellschaftliche Meinungsbildung ist noch nicht abgeschlossen. Immerhin die Hälfte der Befragten findet sie nützlich – etwa als präzises und zeitsparendes Hilfsmittel. Besonders positiv werden Algorithmen von denjenigen gesehen, die technologischen Fortschritt als Chance betrachten. Auch Menschen, die sich ungefähr vorstellen können, wie Algorithmen funktionieren, sehen sie in einem besseren Licht. Männer erkennen eher die Vorteile als Frauen. Demografische Merkmale wie Alter oder Berufsabschluss spielen hingegen keine Rolle.

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