Management
Was bedeutet Führung 4.0 im Arbeitsalltag?

Von Georgina Bott 5 min Lesedauer

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Eine starre Führungskultur wird heute weder den Kundenbedürfnissen noch den Mitarbeitern gerecht und ist zudem nicht in der Lage, auf die dynamischen Markt- und Kundenanforderungen zu reagieren. Immer mehr Unternehmen arbeiten deshalb in Projekten.

Die Aufgaben der Führungskraft 4.0 zu meistern – ein Balance-Akt!(Bild:   / CC0)
Die Aufgaben der Führungskraft 4.0 zu meistern – ein Balance-Akt!
(Bild: / CC0)

Bisherige Prinzipien des Managements werden komplett in Frage gestellt. Leistungsverdichtung und Beschleunigung können aber nur einhergehen mit einem Kulturwandel in den Köpfen von CEOs, COOs, CDOs. Die Entwicklung hin zu Projekten hat zwangsläufig Einfluss auf die Führungsaufgaben und die Methoden. An die Stelle der Aufgabenverteilung tritt die Herausforderung, Teams für Projekte zusammenzustellen. An die Stelle von Auftrag und Überwachung der Umsetzung hat die Führungskräfte die Aufgabe, durch ein authentisches, offenes, kommunikatives Verhalten Prozesse anzustoßen und zu begleiten.

Verantwortung in Teams delegieren

Parallel verlieren Manager in solchen volatilen Arbeitsprozessen ihre klassischen Kontrollmöglichkeiten. Sie müssen Verantwortung in Teams delegieren, ihnen Entscheidungsspielräume übertragen. Sie müssen sie auch über eine räumliche oder zeitliche Distanz effektiv führen und bei Bedarf Konflikte lösen können. Der Kontrollverlust in der alltäglichen Arbeit bedeutet aber nicht, dass sie ihre Steuerungsfunktion aufgeben. Im Gegenteil: Führung 4.0 bedeutet in der Digitalisierung, dass Manager zugleich immer wieder entlang der Unternehmensziele Projektziele formulieren und für deren Realisierung die richtigen Ressourcen bereitstellen müssen.