IoT-Basics
Was bedeutet dezentrale Produktion? - Definition und Bedeutung

Von Lisa Marie Waschbusch 5 min Lesedauer

Wurde die Produktion vormals noch zentral von der verantwortlichen Leitung gesteuert, übernimmt diese Funktion zunehmend das Produkt selbst, da es alle relevanten Prozessparameter bereits digital beinhaltet. Was dezentrale Produktion bedeutet und welche Vorteile damit einhergehen können, verrät Ihnen dieser Beitrag.

Weg von traditionellen Fabriken: Die Industrie 4.0 führt dazu, dass sich Strukturen in der Produktion verändern.(Bild:   / CC0)
Weg von traditionellen Fabriken: Die Industrie 4.0 führt dazu, dass sich Strukturen in der Produktion verändern.
(Bild: / CC0)

Bisher sind Produktionsprozesse in der Industrie in der Regel hierarchisch organisiert – die Planung erfolgt meist auf den obersten Eben der Organisationshierarchie. Die zunehmende Digitalisierung führt allerdings dazu, dass sich Arbeits- und Organisationsstrukturen verändern müssen. Schnelllebige Absatzmärkte, neue Wettbewerber und individualisierte Produkte erfordern flexiblere Produktionssysteme – und die schnelle Reaktion auf Kundenanforderungen. Als Lösung gilt die Dezentralisierung. Die Dezentralisierung kann sich sowohl hinsichtlich räumlicher Strukturen, als auch hinsichtlich der Öffnung für Individuen und Gruppen vollziehen.

Die Initiative für die dezentrale Produktion geht dabei nicht mehr von der Produktionsleitung aus, sondern von dem Werkstück selbst, das mit einem eingebetteten System ausgestattet wird. Dinge agieren als sogenannte cyber-physische Systeme (CPS), sind vernetzt und liefern in Echtzeit Informationen. Cyber-physische Systeme sind Systeme, bei denen mechanische Komponenten mit IT-Komponenten verbunden sind. Auf diesem ist der Fertigungsplan und alle weiteren notwendigen Informationen und Abläufe für die Produktion gespeichert. Das logistische Objekt analysiert und interpretiert die Echtzeitdaten, die erfasst werden. Auf Basis dessen kann das CPS selbstständig Entscheidungen treffen.