Standard-Software vs. Individual-Software Warum kompliziert, wenn es einen Standard gibt?
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Standard-Software kommt wieder verstärkt zum Einsatz. Doch welche Vorteile hat eine standardisierte gegenüber einer hoch-individualisierten Software und wie erleichtern Plattformen das tägliche Geschäft? Die Antwort liegt in der richtigen Gewichtung.
Viele Unternehmen haben lange Zeit auf eine Standard-Software wie SAP S/4HANA, Microsoft Navision oder Oracle gesetzt, die sie dann auf ihre Organisation zugeschnitten haben. Häufig wurden diese Lösungen in der Implementierung und den nachfolgenden Jahren noch umfassender individualisiert, um bestehende und neu hinzukommende, firmenspezifische Prozesse präzise und bis ins kleinste Detail abzubilden. Der so immer höher werdende Individualisierungsgrad schränkt nun jedoch Flexibilität und Agilität für die Zukunft stark ein. Was also zunächst nach einem Erfolgsgarant geklungen hatte, entpuppt sich heute als Innovationsbremse und Modernisierungshürde. Eine zu starke Individualisierung läuft Gefahr, die aktuellen Anforderungen der Digitalisierung nicht mehr passgenau zu adressieren. Firmen wollen daher wieder vermehrt zurück in den Standard. Individualisiert wird nur noch dort, wo es sinnvoll ist oder wo Wettbewerbsvorteile erzielt werden können.
Starr und unflexibel?
Vor der Entscheidung, am Markt verfügbare Standard-Software einzusetzen oder selbst zu entwickeln, stehen alle Firmen, die eine neue Business-Lösung einführen möchten, sei es ein ERP-, ein CRM- oder ein BI-System. Befürworter der Individual-Software sagen, mit einer reinen Standard-Software ließen sich die spezifischen Prozesse und Anforderungen in der Organisation nicht exakt abbilden. Das gelte besonders für Unternehmen, die ein hoch spezialisiertes Produkt- oder Service-Portfolio am Markt anbieten. Eine Standard-Software sei zu starr und unflexibel, Aufwand und Kosten für einzelne Anpassungen und die Dauer der Einführung oft zu hoch, befürchten einige IT-Entscheider.
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