Use-Case
Vorteile und Grenzen der Arbeitsvorbereitung mit APS

Von Nadine Maier* 4 min Lesedauer

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Papier dominiert immer noch die Arbeitsvorbereitung, wo andere Prozesse längst vollautomatisiert sind. Welche Potenziale und Grenzen sich aus der Automatisierung der Produktionsplanung ergeben und welche Rolle die APS dabei spielt.

Die Automatisierung kann händisch geführte Excel-Dokumente ablösen und macht somit Prozesse effizienter, aber bei der Planung wird sie die Mensch-zu-Mensch-Kommunikation wohl nie vollständig ersetzen können.(Bild:  gemeinfrei // Pexels)
Die Automatisierung kann händisch geführte Excel-Dokumente ablösen und macht somit Prozesse effizienter, aber bei der Planung wird sie die Mensch-zu-Mensch-Kommunikation wohl nie vollständig ersetzen können.
(Bild: gemeinfrei // Pexels)

Produzierende Unternehmen arbeiten daran eine vollautomatische Produktion als Status quo zu erreichen: MES (Manufacturing-Execution-Systeme) bündeln Experten-Know-how, Softwarelösungen und Technologien einzelner Produktionsprozesse und generieren so weitestgehend eine Prozessautomatisierung. Die Vollautomatisierung macht jedoch an einer ganz zentralen Stelle halt: bei der Arbeitsvorbereitung. Die Möglichkeiten und Grenzen bei der Automatisierung der Arbeitsvorbereitung zeigt das folgende Projekt zur Einführung eines Advanced Planning and Scheduling (APS).

Ausgangslage: Viel Zeit für Störgrößen

Vor dem Start des Digitalisierungsprojektes benötigte der Kunde - ein mittelständischer Hersteller von Outdoor Sportartikeln - eine Vorlaufzeit von drei Wochen, um einen Produktionsauftrag freizugeben. Infolgedessen mussten die Fertigungsaufträge sechs bis acht Wochen vor Produktionsstart eingeplant werden. Im dynamischen Industriealltag bedeutet das massig Zeit für Störgrößen, welche die ursprüngliche Planung beeinträchtigen können. Eine einzige Änderung in der Ausgangslage, wie veränderte Lieferbedingungen, Terminverschiebungen oder unvorhergesehene Bestellungen, kann die erstellte Planung aufheben. Ein weiterer Faktor, der unserem Kunden die Arbeit zusätzlich erschwerte, war die nicht im ERP-System eingeplante Kommissionierung. Dies führte dazu, dass die Produktionsaufträge meistens zu früh vorkommissioniert wurden.