Rückblick #B2BMKD19
Von Künstlicher Intelligenz bis zu Corporate Influencern – die B2B Marketing Days 2019

Von Marlene Mahlo 4 min Lesedauer

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Wie wird sich das Marketing verändern? Welche Technologien unterstützen Marketing, Kommunikation und Vertrieb? Und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit in Zukunft? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die marconomy B2B Marketing Days am 15. und 16. Oktober 2019 in Würzburg. Unsere Learnings haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Am 15. und 16. Oktober 2019 fand der Marketing-Fachkogress für den Mittelstand statt: die marconomy B2B Marketing Days.(Bild:  marconomy © Andreas Burkhardt)
Am 15. und 16. Oktober 2019 fand der Marketing-Fachkogress für den Mittelstand statt: die marconomy B2B Marketing Days.
(Bild: marconomy © Andreas Burkhardt)

Über 300 Marketing-, Kommunikations- und Vertriebsentscheider versammelte das Fachmedium marconomy am 15. und 16. Oktober in Würzburg bei den B2B Marketing Days 2019. In 14 Praxiscases und Vorträgen und 18 Workshops und Barcamps diskutierten die Teilnehmer gemeinsam mit rund 40 Referenten über B2B Marketing, Kommunikation und Vertrieb. Im Zentrum stand vor allem eine Frage: Wie wird sich das B2B-Marketing in Zukunft entwickeln und welche neue Technologien unterstützen dabei? Referent Olaf Mörk, zuletzt bei einigen Marktführern aus der Industrie als Marketingleiter tätig, plädierte in seinem Vortrag dazu, die Silos in Unternehmen aufzulösen. Denn gerade in Sachen Digitalisierung sei das Marketing der größte Experte im Unternehmen: „Wer nicht ins Marketing investiert, verspielt die digitale Zukunft“. Wichtig dabei sei es vor allem alle Ressourcen im Unternehmen nutzen, ins Handeln zu kommen, die Spielregeln zu ändern und vor allem Spaß dabei zu haben. Das Marketing müsse sich vom „Getriebenen“ zum „Treiber“ im Unternehmen entwickeln, so Mörk.

Technologie & Strategie: Predictive Intelligence und das „Marketing Canvas“

Doch wie kann sich das Marketing weiterentwickeln? Neue Technologien unterstützen Marketer dabei, die Kontrolle zurückzugewinnen und gemeinsam mit dem Vertrieb an einem Strang zu ziehen. So stellte Dr. Uwe Seebacher, Andritz AG, zwei eigens entwickelte Tools basierend auf Predictive Intelligence vor. Mit beiden Tools lassen sich aus Zahlen der Vergangenheit realistische Marktzahlen vorhersehen. So könne das Marketing dem Vertrieb ein perfektes Werkzeug an die Hand geben, um die gesamte Wertschöpfungskette abzubilden. Auch Peter Schütte von Syntax Systems plädierte für eine Neupositionierung des Marketing: „Das Marketing ist kein Kellner mehr im Unternehmen, der die Bestellung vom Vertrieb aufnimmt und ausführt“. Das Marketing müsse selbst aktiv werden und sich damit auf Augenhöhe positionieren. Denn „es gibt nur einen Funnel und daran müssen Marketing und Vertrieb gemeinsam arbeiten“, so Schütte. Die Kontrolle im Marketing zurückgewinnen – mit diesem Stichwort befasste sich auch Susanne Trautmann von GKN Sinter Metals Engineering, die auf Basis des Business Model Canvas von Alexander Osterwald das „Marketing Canvas“ entwickelte. Diese Methodik helfe Marketern dabei, einen klaren Überblick über Produkt und Vermarktung in einer Zeit von Agilität und Schnelligkeit zu erhalten.