Geschäftsmodelle und Industrie 4.0
Von der Linienproduktion zur Werkstattfertigung

Von Melanie Krauß 4 min Lesedauer

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Nur wenn technische Möglichkeiten und geschäftlicher Nutzen Hand in Hand gehen, machen neue Produktionsphilosophien Sinn. Darauf müssen sich Fertigungsunternehmen einstellen, um von der vierten industriellen Revolution zu profitieren.

Kunden erwarten immer häufiger individuelle Produkte und eine Lieferung am nächsten Tag. (Bild:  ©strichfiguren.de - stock.adobe.com)
Kunden erwarten immer häufiger individuelle Produkte und eine Lieferung am nächsten Tag.
(Bild: ©strichfiguren.de - stock.adobe.com)

Bis jetzt gestaltet sich Produktion und Auslieferung von Industrie- und Konsumgütern mit Lieferzeiten über den Zwischenhändler von bis zu sechs Monaten als gut überschau- und planbar. Noch herrscht in der industriellen Massenproduktion das Modell vor, dass Prozesse für alle Bestellungen desselben Produkts gleich sind und feste Zyklus- und vorgegebenen Durchlaufzeiten haben.

Doch die Erwartungshaltung der Endkunden ändert sich rasant. Sie wünschen immer häufiger individuelle Produkte, die sie gerne online konfigurieren und in wenigen Tagen haben wollen. Daran müssen sich Unternehmen anpassen. Schon heute können Kunden Sportschuhe in selbst ausgewählter Farbkombination bestellen. Darauf möchte der anspruchsvolle Kunde nicht drei Monate warten. Eine viel größere Flexibilität in der Produktion und genauere Kenntnis der Kundenerwartungen sind daher von Nöten.