Soft Robotik
Vom Tintenfisch inspiriert: Material heilt sekundenschnell

Von Linda Behringer* 4 min Lesedauer

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Ein weiches Material, das sich augenblicklich selbst heilt, ist keine Fiktion mehr: Ein Team von Forschenden verändert die Nanostruktur eines neuen dehnbaren Materials so lange, bis es seine Struktur und Eigenschaften wieder voll zurückerhalten kann, nachdem es beschädigt wurde.

Forschenden des Max-Planck-Instituts ist es gelungen, ein selbstheilendes Material zu entwickeln. Die Inspiration dafür kommt von der Haut der Tintenfische.(Bild:  gemeinfrei / Unsplash)
Forschenden des Max-Planck-Instituts ist es gelungen, ein selbstheilendes Material zu entwickeln. Die Inspiration dafür kommt von der Haut der Tintenfische.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme (MPI-IS) in Stuttgart und der Pennsylvania State University (PSU) in den USA haben ein weiches Material entwickelt, das sich nach einer Beschädigung innerhalb einer Sekunde selbst heilen kann. Die Moleküle bisheriger verformbarer selbstheilender Materialien brauchen mehrere Stunden oder sogar Tage, um sich wieder miteinander zu verbinden. Oft war die Festigkeit an der Stelle, an der sie durchstochen oder zerschnitten wurden, deutlich geringer.

Neues Material für Soft Robotik

Das neu entwickelte dehnbare Material stellt jedoch seine Struktur und Eigenschaften im Handumdrehen vollständig wieder her, auch nach mehrmaliger Beschädigung. Die Inspiration für das Material kam von der Haut der Tintenfische. Die Entwicklung des Materials könnte für eine Revolution auf dem Forschungsgebiet der Soft Robotik sorgen, da es jeden Schaden rückgängig machen kann. Das ermöglicht den Einsatz in verschiedenen Anwendungen, bei denen Roboter dynamischen und unvorhersehbaren Umgebungen ausgesetzt sind.