Additive Fertigung mit Edelmetallen
Vom Pulver zum Präzisionsprodukt – wie sich aus Gold komplexe Komponenten drucken lassen

Ein Gastbeitrag von Dr. Philipp Reisert* 4 min Lesedauer

Warum die Additive Fertigung mit Edelmetallen eine immer größere Rolle spielt, ist so einfach wie einleuchtend: Mit ihr sind erstmals endformnahe Herstellungsverfahren und hochkomplexe Strukturen mit weit geringerem Material- und Kosteneinsatz möglich.

Die Additive Fertigung bietet insbesondere für industrielle Anwendungen ungeahnte Möglichkeiten. Das Rendering zeigt die Bearbeitungsstufen in der Fertigung: CAD-Konstruktion, Edelmetall-Pulver, Additive Fertigung, CNC-Nachbearbeitung.(Bild:  C. Hafner)
Die Additive Fertigung bietet insbesondere für industrielle Anwendungen ungeahnte Möglichkeiten. Das Rendering zeigt die Bearbeitungsstufen in der Fertigung: CAD-Konstruktion, Edelmetall-Pulver, Additive Fertigung, CNC-Nachbearbeitung.
(Bild: C. Hafner)

Die Additive Fertigung ist nach Ansicht vieler Experten eine der wichtigsten technologischen Innovationen unserer Zeit. Umgangssprachlich gern als 3D-Druck bezeichnet, erobert sie seit einigen Jahren immer weitere Anwendungsfelder und ergänzt klassische Produktionsverfahren in unterschiedlichen Branchen. Jährliche Wachstumsraten im unteren bis mittleren zweistelligen Bereich sind keine Seltenheit.

Wurden in der Vergangenheit meist Kunststoffe, Wachs oder Keramik als Werkstoffe verwendet, kommen jetzt immer häufiger Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium zum Einsatz. Bei der Additiven Fertigung mit Edelmetallen sind völlig neue Konstruktionen möglich, die in der Medizintechnik, der Schmuckindustrie, der Energietechnik und vielen anderen Bereichen eingesetzt werden – also dort, wo es auf die besonderen Eigenschaften der Materialien und komplexe Strukturen ankommt.