Li-Fi im Industrieeinsatz
Visible Light Communication: Licht ersetzt Kabel und Funk

Von Jürgen Schreier 6 min Lesedauer

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Bei der Vernetzung in Fabrikhallen ist das WLAN nach wie vor das Mittel der Wahl. Bei hoher Gerätedichte stößt es aber an seine Grenzen. 5G dürfte hier Verbesserungen bringen. Die Kommunikation mit Licht (VLC oder Li-Fi) könnte eine weitere breitbandige Alternative sein. Doch wie industrietauglich ist Visible Light Communication?

Noch liegen die VLC-Systeme als Demonstrator vor. Bereits Mitte 2021 können die finalen Systeme für die vernetzte Produktion eingesetzt werden. (Bild:  Fraunhofer IOSB-INA)
Noch liegen die VLC-Systeme als Demonstrator vor. Bereits Mitte 2021 können die finalen Systeme für die vernetzte Produktion eingesetzt werden.
(Bild: Fraunhofer IOSB-INA)

Im Zeitalter von Industrie 4.0 bedarf es intelligenter Lösungen zur Vernetzung von Maschinen und Anlagen. Die sogenannte Li-Fi-Technologie (Li-Fi = Light Fidelity) - auch als Visible Light Communication (VLC) bezeichnet - könnte demnächst eine dieser Vernetzungslösungen neben den lizenzfreien Standards Wi-Fi und Bluetooth sein.

In Büro-, Heim- und Laborumgebungen wird VLC bereits eingesetzt. Seit kurzem verwendet man Li-Fi zudem, um Indoor-Navigationssysteme in Einkaufszentren zu implementieren. Etwas anders sieht die Lage in Fabrikhallen aus: Dort sind die Möglichkeiten und Grenzen für die lichtbasierte Kommunikationstechnologie wegen besonderer Störfaktoren hoch und teilweise noch nicht ausreichend erforscht.