Rohstoffversorgung Viel Seltene Erden in Schweden – doch der Abbau hinkt

Quelle: Pressemitteilung des VDI 2 min Lesedauer

In Schweden ist das bisher größte in Europa bekannte Vorkommen an Seltenen Erden entdeckt worden. VDI-Experten werfen ein, dass das nicht wirklich überrasche. Doch ein fehlendes Investment in Technologie könnte den Abbau ausbremsen.

Seit letzter Woche wissen wir, dass in Schweden eine Menge Seltener Erden lagert. Experten überrascht diese Information aber nicht wirklich. Hier äußert sich der VDI zu dieser Nachricht und zur Zukunft der Gewinnung dieser wichtigen Rohstoffe.(Bild:  LKAB)
Seit letzter Woche wissen wir, dass in Schweden eine Menge Seltener Erden lagert. Experten überrascht diese Information aber nicht wirklich. Hier äußert sich der VDI zu dieser Nachricht und zur Zukunft der Gewinnung dieser wichtigen Rohstoffe.
(Bild: LKAB)

Eine Meldung, die auf den ersten Blick erstaunte, war letzte Woche, dass der größte europäische Fund Seltener Erden über eine Million Tonnen an Metallen beherbergt, die unter anderem für die Produktion von Elektroautos und Windrädern benötigt werden. Die Förderung in Schweden könnte Europa unabhängiger von Importen machen. Das staatliche Bergbauunternehmen LKAB betreibt in Kiruna aber schon seit gut 100 Jahren eine Eisenmine, die Seltene Erden enthält. Noch in diesem Jahr soll ein Antrag auf eine Abbaukonzession eingereicht werden.

Noch mangelt es an der nötigen Aufbereitungstechnik

Per Geijer, so heißt die neue Lagerstätte von Seltenen Erden, liegt in unmittelbarer Nähe von Kiruna, Europas größtem Eisenerz-Bergwerk. Das in Per Geijer gewonnene Erz enthalte etwa 50 Gewichtsprozent Eisen und fünf Gewichtsprozent Phosphat. Die eng mit dem Phosphat assoziierten Seltenen Erden tragen nur circa 0,2 Prozent zum Gewicht des Erzes bei – also 2 Kilogramm pro Tonne Erz. Beim Abbau der Erzkörper fallen, wie es weiter heißt, Seltene Erden und das Phosphat als Beiprodukt ab. Beide Rohstoffe können bei der Verarbeitung des Eisenerzes ausgeschleust und raffiniert werden. Der VDI merkt aber an, dass eine Vorlaufzeit des Abbaus von 10 bis 15 Jahren zu veranschlagen ist, denn in die nötige Aufbereitungstechnik wurde in den letzten gut 20 Jahren kaum investiert. Der Grund ist, dass der Prozess nicht ganz gefahrlos ablaufe, weshalb man das nicht unbedingt im Land haben will.

Ort der Rohstoffaufbereitung muss noch geklärt werden

Konkret gemeint ist damit, dass bei der Produktion durch die im Erz auch enthaltenen Elemente natürliche radioaktive Abfälle entstehen. Untersuchungen über die Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit stehen also unbedingt an. Zum Beispiel müsse geklärt werden, wo Rückstände aus der Aufbereitung gelagert werden könnten. Hier kann es nach Ansicht der VDI-Experten gut sein, dass sich LKAB dazu entscheidet, die chemische Verarbeitung an einen anderen Standort auszulagern, an dem die passende Industrie und Infrastruktur bereits etabliert sind.

Doch mit der richtigen Technologie könnten bereits in Kiruna Seltene Erden und Phosphat gewonnen werden. Hier wird LKAB sicher investieren und den technischen Fortschritt forcieren, wie der VDI prognostiziert.

Wen dieses Thema interessiert, der findet den VDI-Statusreport ‚Strategische Nutzung von Rohstoffen in Deutschland‘ hier. Dabei werden unter anderem spezifischere Fragestellungen des Fahrzeug-Sektors behandelt, die insbesondere Rohstofffragen bei Brennstoffzellen- und Batteriefahrzeugen thematisieren.

Und was die zirkuläre Wertschöpfung angeht, so erfahren Sie hier viel dazu.

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