Usability
Was Sie über die Benutzerfreundlichkeit von Anwendungen wissen sollten

Ein Gastbeitrag von Philipp Erdkönig* 5 min Lesedauer

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Business-Anwendungen scheitern oft an schlechter Benutzerfreundlichkeit – und nicht, wie häufig angenommen, an mangelnder Funktionalität. Das führt zu Fehlern und langsameren Prozessen. Usability ist kein Luxus. Doch was bedeutet Usability und wie lässt sie sich verbessern?

Einige Entwickler achten nicht darauf, dass ihre Applikationen schlank designt sind. Oftmals machen sie es Anwendern unnötig schwer. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Einige Entwickler achten nicht darauf, dass ihre Applikationen schlank designt sind. Oftmals machen sie es Anwendern unnötig schwer.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Einige Entwickler denken fälschlicherweise, dass eine Applikation mit einer intuitiven Steuerung bereits benutzerfreundlich ist. Daher versuchen sie ihr Design an die Erwartungen der User anzupassen oder Anwendungen so einfach wie möglich zu gestalten. Doch dieser Ansatz birgt einige Probleme. Erstens sind die vermuteten Erwartungen sehr unterschiedlich. Sie variieren von Nutzer zu Nutzer, von Abteilung zu Abteilung und von Situation zu Situation. Und da Entwickler und Anwender selten gleich denken, kommt es hier zu den ersten Missverständnissen.

Zweitens setzen viele intuitiv gleich mit vereinfacht. Doch in der Praxis lassen sich komplexe Aufgaben kaum in einfachen Geschäftsanwendungen durchführen. Ist eine Anwendung zu simpel, ist sie möglicherweise unbrauchbar für die Verrichtung einer Aufgabe. Beispielsweise könnte sie zu viele falsche Annahmen machen und bereits bei der ersten Ungereimtheit im Ablauf scheitern. Damit ist sie für den Nutzer nicht mehr hilfreich, denn er weiß möglicherweise nicht, wie er die Applikation verwenden soll. Eingabefehler oder sogar Schlimmeres sind dann unvermeidbar.