Überholkurs USA sind Spitzenreiter beim Thema künstliche Intelligenz

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben bei KI die Nase vorn. Auf Platz zwei rangiert Europa und knapp dahinter stehen die Chinesen ...

Seit Jahren findet ein Wettlauf der Länder dieser Welt zum Thema KI-Einsatz statt. Spannend ist natürlich, wer die Nase vorn hat. Das sind nach neuesten Analysen derzeit die USA ...(Bild:  AI touch)
Seit Jahren findet ein Wettlauf der Länder dieser Welt zum Thema KI-Einsatz statt. Spannend ist natürlich, wer die Nase vorn hat. Das sind nach neuesten Analysen derzeit die USA ...
(Bild: AI touch)

Die Vereinigten Staaten liegen im weltweiten Wettlauf um Künstliche Intelligenz (KI) deutlich an der Spitze. Europa folgt auf dem zweiten Platz und liegt damit immerhin knapp vor China. Dieses Ergebnis ergab eine aktuelle Untersuchung der Beratungsgesellschaft KPMG, für die weltweit über 900 Entscheidungsträger befragt wurden. Der sogenannte „Strategic AI Capability Index“ (SACI) wurde dabei von KPMG gemeinsam mit dem KI-Bundesverband und dem britischen Beratungsunternehmen Oxford Economics entwickelt, heißt es dazu. Er misst, wie stark KI bereits in der jeweiligen Wirtschaft genutzt wird, wie tragfähig politische und rechtliche Rahmenbedingungen sind und wie gut die entsprechende Forschung, die Fachkräfte und die Ausbildung in den Volkswirtschaften dafür aufgestellt sind. Die Führung der USA – in der Rangliste mit 75,2 Punkten auf einer Skala von null bis 100 bewertet – beruhe darauf, dass amerikanische Firmen die neue Technik zügiger und umfassender im Geschäftsalltag einsetzten. Begünstigt werde das durch gut funktionierende Finanzmärkte und den breiten Zugriff auf leistungsstarke Computer. Auch profitieren die USA von einer starken Forschung und vielen gut ausgebildeten Fachleuten, was dabei hilft, KI-Innovationen rasch von der Testphase in die breite Anwendung zu bringen. Der Erfolg ist also kein Zufall, sondern klar nachvollziehbares Resultat aus der Kombination von Investitionen, Forschung und Anwendung.

Deutschsprachiges Europa liegt im KI-Mittelfeld

Europa liegt in der Gesamtwertung mit 48,8 Punkten durchaus deutlich hinter den USA. Zwar verfüge man hier über eine starke Industrie und gute Regeln für die Technik, doch diese Vorteile würden wirtschaftlich kaum genutzt. Die Einführung von KI in Unternehmen verläuft schleppend und viele Anwendungen bleiben schon im Versuchsstadium stecken. Hohe Strompreise, fehlende Rechenleistung und zersplitterte Finanzmärkte erschweren es auch noch, die Technik im großen Stil auszurollen, so die Experten. Innerhalb Europas zeige sich jedoch je nach Region ein geteiltes Bild: Großbritannien und Irland schneiden am besten ab und bewegen sich mit 69,2 Punkten fast auf dem amerikanischen Niveau. Die deutschsprachigen Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz) liegen mit 54 Punkten im Mittelfeld. Mittel- und Osteuropa (28,8 Punkte) sowie Südeuropa (26,3) hinken hinterher, weil es dort oft an Geld und technischer Ausstattung fehlt.

China ist gut, schottet sich aber nach außen ab

China landet in der Bewertung mit 48,2 Punkten nur ganz knapp hinter Europa. Das Land sei zwar stark bei der Anmeldung von KI-Patenten und kontrolliere wichtige Bauteile für die Computertechnik, doch die Zusammenarbeit mit dem Ausland ließe zu wünschen übrig. Diese Abschottung bremst nun den Wissensaustausch und verhindert oft, dass KI in der Wirtschaft gewinnbringend eingesetzt werden kann, heißt es. Die Studie empfiehlt Europa deshalb, die gegebene Eigenständigkeit zu stärken, ohne sich abzuschotten, wie es in China der Fall ist. Um den Rückstand aber aufholen zu können, müssten Genehmigungsverfahren beschleunigt und mehr Geld für wachsende Firmen in dem Bereich bereitgestellt werden. Auch brauche es eine Reserve an Rechenleistung für junge Unternehmen sowie mehr Fachkräfte – wenn nötig, auch durch Zuwanderung. Das Ziel muss es demnach sein, technische Abhängigkeiten zu verringern und künstliche Intelligenz schneller und breiter in die Wirtschaft zu tragen.

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