Kommentar
Und täglich grüßt das Murmeltier: Die neue Maxime heißt Verwalten statt Gestalten

Ein Gastkommentar von Holger Langhans* 3 min Lesedauer

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Wie Bill Murray in der US-Filmkomödie 'Und täglich grüßt das Murmeltier' sitzen wir mittlerweile in einer Zeitschleife fest: Entscheidungsbefugte entscheiden nicht mehr. Das kostet die Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit und uns alle am Ende unseren Wohlstand.

In seinem Kommentar beklagt Holger Langhans eine abnehmende Risikobereitschaft in der deutschen Industrie, die sich zum Teufelskreis für die Wettbewerbsfähigkeit entwickeln könnte. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
In seinem Kommentar beklagt Holger Langhans eine abnehmende Risikobereitschaft in der deutschen Industrie, die sich zum Teufelskreis für die Wettbewerbsfähigkeit entwickeln könnte.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Ich war wieder mal auf einer Messe, denn ich tauche gern ein in diese rege Geschäftigkeit. Das Schöne an jeder Messe ist, hier kann ich mein berufliches Netzwerk erweitern und Dinge besprechen, die man in formellen Treffen nie diskutieren würde. Ich habe mir ein Bild über die wirtschaftliche Lage (und Aussichten) verschiedener Unternehmen beziehungsweise der ganzen Branche machen können. Doch ich habe auch wieder erlebt: Hier, auf den Handelsplätzen der Welt, werden kaum noch Entscheidungen oder zumindest keine grundsätzlichen Entscheidungen getroffen. Und auch vor oder nach der Messe, wird abgewimmelt, was das Zeug hält.

Abwimmeln wird zum Massenphänomen

Vor der Messe gilt nämlich Business as usual. Das heißt, es geht vor allem um die Verwaltung des Status-Quo, getreu dem Motto „weiter so“ oder „never change a running system“. Wer, wie ich, dann Lösungen vorstellt, die zwar den gesamten Fertigungsprozess optimieren können, aber nicht zwingend notwendig für die Herstellung des jeweiligen Produkts sind, trifft zu diesen normalen Geschäftszeiten immer seltener auf ein offenes Ohr. Und wenn eine Messe kurz bevorsteht und alles auf Hochtouren läuft, geht das Abwimmeln weiter.

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