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Stabilere Datenübertragung im Glycerinkern

Von Rainer Klose 4 min Lesedauer

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Die Datenübertragung mit Glasfasern ist effizient. Doch Glasfasern können brechen. Experten der Empa zeigen, wie das mit glyceringefüllten Hohlfasern besser geht – in vielerlei Hinsicht.

Flüssige Datenübertragung! Das ist kein Blutgefäß, sondern eine vergrößert dargestellte Datenübertragungsfaser, deren Mantel aus Kunststoff besteht. Ihr Kern ist aus Glycerin (hier rot eingefärbt). Im Vergleich zur reinen Glasfaser hat sie diverse Vorteile, sagen Forschende des Empa.(Bild:  Empa)
Flüssige Datenübertragung! Das ist kein Blutgefäß, sondern eine vergrößert dargestellte Datenübertragungsfaser, deren Mantel aus Kunststoff besteht. Ihr Kern ist aus Glycerin (hier rot eingefärbt). Im Vergleich zur reinen Glasfaser hat sie diverse Vorteile, sagen Forschende des Empa.
(Bild: Empa)

Ein Materialfoscher-Team um Dr. Rudolf Hufenus der Empa hat eine Faser mit flüssigem Glycerinkern entwickelt, die sehr viel robuster ist, aber die Daten ebenso sicher übertragen kann, wie eine Glasfaser. Das ist aber noch nicht alles, denn aus solchen Fasern lassen sich auch mikrohydraulische Bauteile und Lichtsensoren bauen.

Glas ist als Überträger ideal, hat aber mechanische Nachteile

In Sachen optisch leitender Polymer-, also Kunststofffasern, haben die Empa-Experten schon alles Mögliche ausprobiert, sagt Hufenus. Aber selbst mit den besten festen Faserkernen habe man nie die Elastizität einer mit Flüssigkeit gefüllten Faser erreicht. Die besondere Kombination aus optischen und mechanischen Eigenschaften könnte der neuen 2-Komponenten-Faser nun neue Marktnischen eröffnen.