Big Data Analytics
Soziale Graphen: Die Belegschaft wird "vermessen"

Von Jürgen Schreier 3 min Lesedauer

Durch elektronische Kommunikation fallen in Unternehmen immer mehr Daten an, die Interaktionen unter Beschäftigten dokumentieren. Technisch ist es möglich, daraus „soziale Graphen“ der Belegschaft zu konstruieren und für Personalentscheidungen einzusetzen. Das zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.

Eine Studie warnt: Kommunikationsdaten machen soziale Beziehungen für Arbeitgeber immer leichter analysierbar.(Bild:   / CC0)
Eine Studie warnt: Kommunikationsdaten machen soziale Beziehungen für Arbeitgeber immer leichter analysierbar.
(Bild: / CC0)

"The Circle", ein amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2017, erzählt von einer nahen Zukunft, in der ein riesiger Konzern die Dienstleistungen von Facebook, Google und Apple aus einer Hand anbietet und so eine große Menge an Informationen über die Kunden erhält. Dabei untergräbt das Unternehmen jedoch die Privatsphäre der Bevölkerung und kann so fast alle zwischenmenschlichen Interaktionen kontrollieren. Science Fiction? Nur noch bedingt, wie der jüngste Datenskandal bei Facebook zeigt, der aktuell Politik und digitale Welt erschüttert.

Hier wurden offenbar (illegal) Daten von Facebook-Nutzern zur Beeinflussung von Wählerentscheidungen genutzt. Die in die Affäre verstrickte Firma Cambridge Analytica bietet neben der (unverfänglichen) Optimierung von Marketing-Kampagnen solche "politischen" Dienstleistungen ganz offen an. Das Versprechen des britischen Big-Data-Unternehmens: Data-driven campaigns - By knowing your electorate better, we achieve greater influence while lowering overall costs.

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