Auszeichnung für Pionierarbeit
Software in Produktlinien produzieren

Von Marlene Mahlo 2 min Lesedauer

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Vermehrt lässt sich beobachten, dass Konzerne beim Vertrieb ihrer Produkte auf „Produktlinien“ setzen. Der Gedanke dahinter ist so simpel wie sinnvoll: Je mehr gemeinsame Komponenten in den Produktvarianten stecken, desto geringer sind die Produktionskosten.

Gemeinsame Softwarekomponenten plus die Besonderheiten der einzelnen Programme definieren Produktlinien.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Gemeinsame Softwarekomponenten plus die Besonderheiten der einzelnen Programme definieren Produktlinien.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Bereits im Jahr 2008 veröffentlichte Sven Apel, heute Professor für Softwaretechnik an der Universität des Saarlandes, mit zwei Kollegen Forschungsergebnisse, die bewiesen, dass sich das Prinzip der gemeinsamen Komponenten innerhalb einer Produktlinie auch auf die Softwareindustrie übertragen ließe. Für diese wegweisende Pionierarbeit wurden die drei Computerwissenschaftler nun von einer internationalen Expertenkommission ausgezeichnet.

Bis zur Veröffentlichung des ausgezeichneten Forschungspapiers „Granulatity in Software Product Lines“, war die damalige Lehrbuch-Vorgehensweise noch eine andere. "Hatte man bislang immer im Bausteinschema gedacht, wurde bald klar, dass dieses Prinzip in der Praxis scheitern würde, da Software und dessen Features in ihrem Inneren viel feiner verwoben sind", so Apel. Für die Umsetzung in die Praxis stellten die drei Forscher unkompliziert machbare Methoden vor und bewiesen deren Anwendbarkeit in einer eigenen Software. Die Industrie griff die Ideen und Konzepte der Forscher auf, weshalb sie sich mittlerweile auch im weit verbreiteten Entwicklerwerkzeug „mbeddr“ wiederfinden.

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