Smarte Fabrik
So wird Edge Computing die Zukunftstechnologie in der Produktion

Von Marlene Mahlo 4 min Lesedauer

Durch Edge Computing werden Automatisierungsplattformen um Datenverarbeitungsfähigkeiten ergänzt. Maschinendaten können so ohne weitere Übertragungswege analysiert und auf dem Shopfloor gespeichert werden, wodurch sich Leistung und Produktivität der Automatisierungslösungen erhöhen.

Edge Computing: Verarbeitung der Datenmengen an den Rand (Edge)  des Netzwerks verlagern. (Bild:  German Edge Cloud)
Edge Computing: Verarbeitung der Datenmengen an den Rand (Edge) des Netzwerks verlagern.
(Bild: German Edge Cloud)

Die zunehmende Digitalisierung der Fabriken bringt eine entscheidende Entwicklung mit sich: Die Transformation vom Produzenten zum produzierenden Dienstleister. Die täglich in den Fabriken entstehenden Datenmengen sind die Basis für neue Wertschöpfungsmodelle – vorausgesetzt, die Daten werden zeit- und ortsnah erfasst, gespeichert, verarbeitet und intelligent ausgewertet. Denn minimale Latenzzeiten sind für die Umsetzung vieler Industrie 4.0-Anwendungen – wie zum Beispiel die echtzeit-fähige und daten-souveräne industrielle KI – unabdingbar. Der Schlüssel zur schnellen Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Daten ist Edge Computing.

Beim Edge Computing wird die Verarbeitung der Datenmengen an den Rand (Edge) des Netzwerks verlagert. Die Datenverarbeitung findet somit möglichst nah am Entstehungsort statt, was die Verfügbarkeit von Daten in nahezu Echtzeit ermöglicht. Somit werden Übertragungs- und Antwortzeiten auf ein Minimum reduziert, wodurch eine sehr schnelle Prozessierung der Daten möglich ist. Sie müssen keine weiten Strecken zu zentralen Rechenzentren oder Cloud-Data-Centern zurücklegen.