Smarte Systemoptimierung
So werden die schnellsten Maschinen noch schneller

Von Jürgen Schreier 3 min Lesedauer

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Viele Unternehmen haben einen Maschinenpark, der nur einem Maschinentyp besteht. Trotzdem laufen die Maschinen oft unterschiedlich schnell. Mit der "Smarten Systemoptimierung" des Fraunhofer IPA lassen sich jetzt alle Maschinen durch ein automatisiertes Benchmarking auf maximale Performance bringen.

Die Smarte Systemoptimierung kann mit den hochfrequenten Daten Prozesse automatisiert beurteilen und Fehlerentstehung sowie Folgefehler in verketteten Anlagen aufdecken (rechter Bildschirm).(Bild:  Fraunhofer IPA/IFF-Rainer Bez)
Die Smarte Systemoptimierung kann mit den hochfrequenten Daten Prozesse automatisiert beurteilen und Fehlerentstehung sowie Folgefehler in verketteten Anlagen aufdecken (rechter Bildschirm).
(Bild: Fraunhofer IPA/IFF-Rainer Bez)

In vielen Produktionsstätten stehen oft Dutzende identischer Maschinen, die stets denselben Bearbeitungszyklus ausführen. Üblich ist das beispielsweise bei der Herstellung von Werkstücken im Spritzgussverfahren oder beim Tiefziehen von Metall oder in der Kunststoffweiterverarbeitung. Obwohl die Maschinen allesamt gleich aufgebaut sind (und in der Regel auch vom gleichen Hersteller stammen), arbeiten manche langsamer als andere.

Gründe dafür können sein: der Verschleiß bestimmter Bauteile, variierendes Sensorverhalten oder unterschiedliche Werkzeugeinstellungen. Die jeweilige Schwachstelle zu beheben, ist nicht einfach. "Die Maschine taktet schnell und durchläuft viele Einzelprozesse. Mit bloßem Auge erkennt man die Ursache kaum beziehungsweise gar nicht, wenn der Grund in der Kommunikation der Maschinensteuerung verborgen liegt", erläutert Felix Müller, Fachthemenleiter Autonome Fertigungssystemoptimierung am Fraunhofer IPA in Stuttgart. Außerdem sei es schwierig, eine Zielgröße festzulegen, weil nur die Gesamtzykluszeit, nicht aber die Dauer der technischen Einzelprozessschritte als Vergleichswert vorliegt.