Rapid.Tech 3D 2025 So pusht der 3D-Druck die Welt

Quelle: Messe Erfurt 3 min Lesedauer

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Die 21. Rapid.Tech 3D bietet Keynotes aus der Formel 1 und der Automatisierung mittels additiver Fertigung.

Die 21. Rapid.Tech 3D geht heute ins Finale. Hier ein kleiner Überblick über das, was bisher gelaufen ist und heute noch bevorsteht. Zu sehen ist hier ein Schnappschuss, zu den sogenannten Expertentischen, wo Highlights aus dem 3D-Druck präsentiert und diskutiert wurden.(Bild:  Messe Erfurt)
Die 21. Rapid.Tech 3D geht heute ins Finale. Hier ein kleiner Überblick über das, was bisher gelaufen ist und heute noch bevorsteht. Zu sehen ist hier ein Schnappschuss, zu den sogenannten Expertentischen, wo Highlights aus dem 3D-Druck präsentiert und diskutiert wurden.
(Bild: Messe Erfurt)

Vom 3D-Druck als Beschleuniger in der Formel 1 sowie über viele Facetten des Produktionsalltags spannte sich das Programm des zweiten Rapid.Tech-3D-Tages in Erfurt. Wie sich das BWT Alpine Formula One Team mit Additive Manufacturing (AM) neu aufstellte, zeigte Pat Warner in seiner Keynote auf. Der Advanced Digital Manufacturing Manager des Teams nahm die Zuhörer mit auf eine seit mehr als 25-jährige Reise durch die Welt des 3D-Drucks. Nach den Anfängen im Jahre 1998 richtete das Team 2002 das erste AM-Center in der Formel 1 ein. Seitdem wird das Ganze kontinuierlich ausgebaut. Die aktuellen Formel-1-Boliden werden deshalb bereits mit über 200 3D-gedruckten Komponenten aufgebaut. Mithilfe der additiven Fertigung werden also Innovation, Leistung und Geschwindigkeit auf und neben die Rennstrecke gebracht.

Und das Szenario einer automatisierten AM-Fabrik stellte Max Schaukellis, Senior Projektleiter bei Roland Berger, bei seiner Keynote vor. Diese Fabrik wird etwa mittels Robotik und künstlicher Intelligenz (KI) die physische und virtuelle Welt verketten. Das reiche vom Auftragsmanagement über die Datenaufbereitung, über die Produktion bis hin zu den Nachbearbeitungsprozessen – auch wenn es sich um kleine Losgrößen handle. Der Experte rechnet dabei mit einem Zeithorizont von fünf bis zehn Jahren, bis diese Entwicklungen breitgefächert in der Industrie ankommen. Getrieben werde der Trend vor allem von Maschinen- und Lohnkosten, vom Fachkräftemangel – insbesondere in puncto Nachbearbeitungsprozesse – sowie von den Möglichkeiten der Reproduzier- und Skalierbarkeit mit einer automatisierten additiven Fertigung. Weitere AM-Entwicklungen und -Anwendungen standen auf dem Programm der Fachforen Chemie & Verfahrenstechnik, Elektronik & Komponenten sowie Mobilität, wie die Messe Erfurt anmerkt.

Experten tischen frische Infos auf

Themen wie die Digitalisierung und Zertifizierung von AM-Prozessen bestimmten die fachkundigen Diskussionen an den sogenannten „Expertentischen“, sowie bei der zweiten Technical Deep Dives Tour in der Ausstellung. An den Tischen sprachen Experten und Besucher etwa über die Rolle des 3D-Drucks in der digitalen Transformation des Handwerks. Dabei standen vor allem Fragen aus den Dentallaboren im Mittelpunkt. Weitere Themenfelder hießen additive Fertigung in der Implantologie, im Werkzeug- und Formenbau sowie Chancen und Herausforderungen des großformatigen PBF/LB-M-Drucks. Auch Aspekte zur Normung und Standardisierung wurden erörtert. Bei den Technical Deep Dives erhielten die Teilnehmer direkt an den Ausstellerständen Einblicke in neue Prozesse, wie das Trockeneisstrahlen für eine schnellere Entfernung der Stützstrukturen an 3D-gedruckten Bauteilen, das SAM-Unterpulverschweißen zur Herstellung großer metallischer Bauteile, oder in ein neues Verfahren zur Qualitätskontrolle mittels Deep-Learning-Algorithmen.

3D-Druck-Champions werden ausgezeichnet

Ein Höhepunkt des zweiten Veranstaltungstages war die Auszeichnung des „Pioniers der Dekade“. Anlass für diese besondere Ehrung war das Jubiläum der 3D Pioneers Challenge. Der internationale Wettbewerb für fortschrittliche Technologien fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Bewerben um den Preis konnten sich alle bisherigen über 400 Finalisten. Genau 33 haben es in die Endrunde nach Erfurt geschafft. Daraus kürte die Jury das Team des Dvirs Lab der Tel Aviv University zum „Pionier der Dekade“ für ihr 3D-gedrucktes Herz aus Stammzellen. Die Auszeichnung wird zum heutigen Galaabend der rapid.tech 3D überreicht. Bereits am Abend des Eröffnungstages (13. Mai 2025) wurde erstmals der „Best Paper Award“ verliehen. Die wissenschaftliche Review-Kommission der Rapid.Tech 3D vergab diesen Preis an Stefan Brenner von der Universität der Bundeswehr München. Sein Vortrag befasste sich mit der Fertigung von vakuumstabilen Hochfrequenzkavitäten per Multi-Material PBF-LB/M, die als Schlüsselkomponenten in linearen Teilchenbeschleunigern eingesetzt werden können.

Das erwartet die Rapid.Tech-3D-Besucher heute

Parallel zur Rapid.Tech 3D fand am 13. und 14. Mai 2025 erstmals die Parallelmesse Quantum Photonics statt. Sie richtete sich an Forscher, Entwickler und Ingenieure, etwa aus den Bereichen Computing, Communication, Imaging und Sensorik sowie den zugehörigen Anwendungsbranchen wie Medizin, Biowissenschaften, Chemie, Mobilität und Finanzwesen. Die Technologie- und Anwendungsfelder von Additive Manufacturing und Quantentechnologien bieten nämlich zahlreiche Schnittstellen und Verknüpfungen. Der Abschlusstag der Messe startete heute mit einer Keynote von Dr. Remzi Ecmel Ece, Director of Additive Manufacturing/Executive Vice President Aerostructures bei Turkish Aerospace. Danach laden die Fachforen Software, KI & Design, Energietechnik & Wasserstoff sowie Innovationen in AM mit Sessions zu Verteidigungs- und Medizintechnik ein.

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