Im Maschinenbau kommen immer häufiger IoT-Lösungen zum Einsatz. Diese müssen nicht nur die Anforderungen der Anwender befriedigen, sondern sollen auch als Grundlage für datenbasierte Geschäfts- und Servicemodelle der OEMs dienen. Doch nicht alle Maschinenbauer wissen, wie sie die Kosten für Datenakquise und -haltung reduzieren und trotzdem den vollen Datenschatz nutzen können. Mit VergeLink und Cumulocity lässt sich das schnell und einfach bewerkstelligen.
Immer mehr Anbieter propagieren die Auswertung von Maschinendaten aus der Ferne, gerne mit Verweis auf das Internet of Things (IoT) beziehungsweise das industrielle Internet der Dinge (IIoT). Doch das Etikett IIoT kann vieles bedeuten – erst ein genauer Blick offenbart, was genau damit gemeint ist.
Auf die Details kommt es an
Das beginnt schon bei der Frage, welche Daten überhaupt verfügbar sind. Hier stehen in der Regel die Sensoren als Informationsquelle an erster Stelle. Doch wie sieht es mit den internen Daten der Steuerung aus? Und wie steht es mit weiteren Field Devices, die über die Steuerung angebunden sind? Manche IoT-Lösung zeigt hier unliebsame Überraschungen und schränkt die Möglichkeiten der Datenauswertung unnötig ein. Ein industrielles IoT (IIoT) mit dem gewünschten Nutzwert ist schließlich davon abhängig, dass neben den Sensoren möglichst alle relevanten „Knoten“ – sprich: Anlagenteile wie Steuerung(en), Antriebe, Frequenzumrichter und vieles mehr – ihre Daten an die Cloud, das ERP oder eine KI-Anwendung zur Auswertung übermitteln. Nur so lässt sich ein vollständiges Bild der Maschine zeichnen.
Bei der Auswahl eines geeigneten Systems muss deshalb auch überprüft werden, ob der vollständige Zugriff auf die Rohdaten vorgesehen ist und in welcher Frequenz. Oder ob nur eine begrenzte Auswahl der Daten zur Verfügung steht – und wer legt die fest? Der Maschinenbauer benötigt die volle Souveränität über die Datenerhebung, um sowohl den Wünschen der Kunden entsprechen zu können, als auch eigene Anforderungen verwirklichen zu können.
Zum Beispiel kann es im einen Fall nötig sein, eine möglichst hohe Datenfrequenz zu gewährleisten, um einen hochaufgelösten Verlauf nachzeichnen zu können, in einem anderen Fall reichen dagegen periodische Daten mit geringer Frequenz, dann können in der Folge die benötigten Rechenkapazitäten gering gehalten und die Cloud-Kosten optimiert werden.
Connectivity mit Risiken
Gerade bei Eigenentwicklungen steigt mit den Ansprüchen der Kunden auch der Entwicklungs- und Pflege-Aufwand beim OEM. Muss man das Onboarding manuell durchführen, wird häufig nur ein Teil der möglichen Funktionen umgesetzt. So nutzt man dann lediglich den Teil der verfügbaren Daten, der sich bei den verschiedenen Maschinentypen überschneidet. Auch sind solche Lösungen oft schlecht skalierbar. Dann müssen Änderungen und Updates jeweils an Geräte oder Maschinen angepasst werden, was den Rollout über die gesamte Flotte verlängert und hohe Supportkosten nach sich zieht.
Umgekehrt bedeutet mehr Daten in die Cloud zu übertragen auch immer, dass höhere Kosten anfallen. Denn in der Regel rechnet der Cloud-Provider anhand der Datenübernahme ab. Je mehr Datenpunkte mit dem Message-Broker verbunden werden und je höher die Frequenz der Datenabfrage, um so mehr Datenvolumen entsteht.
Dass es auch anders geht, zeigt codestryke mit seiner IIoT-Lösung VergeLink. Sie hilft Maschinenbauern dabei, Daten von SPSen, Sensoren und Feldgeräten einfach, sicher und skalierbar zu erfassen. Außerdem ermöglicht sie es, die Daten intelligent vorzuverarbeiten und in Cloudplattformen wie etwa Cumulocity der Software AG für IIoT- beziehungsweise IoT-Anwendungen verfügbar zu machen
VergeLink Edge to Cloud Lösung
(Bild: codestryke.com)
Die Software kommt entweder mit einem Gateway, das mit eigenem VergeLink Betriebssystem entsprechend vorkonfiguriert ist oder als reine Softwarelösung in Form eines Docker-Containers, der bei Neumaschinen auf vorhandener Hardware installiert werden kann.
Doch auch der bereits ausgelieferte Maschinenbestand ist nicht außen vor. Hier kann der Maschinenbauer die Anwendung remote installieren und ohne Downtime in Betrieb nehmen. So können auch Bestandsmaschinen ins IIoT integriert werden, ohne dass ein Techniker vor Ort sein müsste. Gleiches gilt für Updates, Erweiterungen oder Anpassungen. So können Sie als Maschinenbauer agil und flexibel auf neue Kundenanforderungen reagieren oder Ihre datenbasierenden Services weiterentwickeln und damit einen Innovationsvorsprung wahren.
Verbessern Sie jetzt Ihre Datenanbindung
Die Cloud-Oberfläche von VergeLink bringt alles mit was nötig ist, um ohne großen Aufwand die gesamte Maschinenflotte von einem zentralen Ort aus zu managen. Im Mittelpunkt der Lösung steht der Device Wizard, der den IIoT-Rollout in drei Schritten unterstützt und die Connectivity schnell und weitgehend automatisiert herstellt:
Das Device Radar scannt das Netzwerk nach Feldgeräten, dabei unterstützt es eine Vielzahl von Kommunikationsprotokollen. Erkannt werden sowohl Hersteller als auch Modell.
Die Data Model Library umfasst fertige Datenmodelle für 15.000 Geräte; die zuvor erkannten Devices werden automatisch konfiguriert. Die Bibliothek ermöglich aber auch einen Datenmodell-Upload, beispielsweise von Step7 oder Excel für die Anbindung von Steuerungen.
Die vollautomatische Cloud Integration erstellt die Cloud-seitige Konfiguration für das Gateway, die Feldgeräte und die Cloud Access Keys.
In der Praxis können Unternehmen auf diese Weise alle gewünschten Komponenten – Steuerungen, Feldgeräte und Sensoren – mit der jeweils passenden Frequenz in die Datenerfassung einbeziehen. So entsteht eine granulare Sammlung von Rohdaten ohne Datenlücken.
Die Weiterverarbeitung erfolgt zunächst per Edge-Analyse. VergeLink bringt bereits eine No Code Edge Function Library mit, aus der man die benötigten Funktionen auswählen und konfigurieren kann. Darüber hinaus können in der VergeLink-Oberfläche eigene Edge-Funktionen in JavaScript programmiert werden. Auf Basis seines Domänenwissens und mit Unterstützung der integrierten oder selbst programmierten Analyse-Funktionen erhält der Maschinenbauer – wie ein Data Scientist – bereits am Edge wertvolle Insights aus dem Datenschatz.
Auf der anderen Seite ist sichergestellt, dass alle Daten an Cumulocity oder Plattformen anderer Anbieter übergeben werden, die für die Cloud-basierten IoT-Anwendungen relevant sind. Ebenso ist mittels OPC UA Server eine Integration in MES, ERP, SCADA oder in kundenspezifische Analysetools möglich.
Enge Zusammenarbeit mit Software AG
Bereits seit mehr als vier Jahren arbeitet codestryke eng mit Software AG zusammen und hat sich als Software AG Premier Partner etabliert. Die IIoT-Lösung VergeLink ist als Cumulocity Certified Device im Device Catalgoue gelistet und wird bereits von mehreren großen und mittleren Maschinenbauern eingesetzt.
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