KI und Cybersecurity
So arbeiten Antivirenprogramme mit künstlicher Intelligenz

Von Julia Moßner 6 min Lesedauer

Bestehende Antivirenprogramme stoßen immer mehr an ihre Grenzen. Abhilfe schaffen könnte künstliche Intelligenz und die immer bessere technische Entwicklung im Bereich Deep-Learning und KI-Strukturierung.

Dank der immer besseren technischen Entwicklung im Bereich Deep-Learning und KI-Strukturierung wird es nicht mehr lange dauern, bis die meisten Antivirenprogramme dank dieser Technologien Ihre Konkurrenz weit hinter sich lassen.(Bild:   / CC0)
Dank der immer besseren technischen Entwicklung im Bereich Deep-Learning und KI-Strukturierung wird es nicht mehr lange dauern, bis die meisten Antivirenprogramme dank dieser Technologien Ihre Konkurrenz weit hinter sich lassen.
(Bild: / CC0)

Moderne Antivirus-Lösungen arbeiten nach dem einfachen Prinzip der Mustererkennung. Wird ein bestimmtes, einem Schadprogramm zuortenbares Muster erkannt, wird ein Alarm ausgelöst oder eine bestimmte Routine läuft ab. Allerdings ist ein solches System nicht vor Fehlern geschützt. Im Gegenteil werden sehr häufig auch Fehlermeldungen als Fehlalarm produziert. Dies wäre an sich nicht schlimm, wenn Fehlalarme auf Dauer nicht dafür sorgen würde, dass die zuständige IT-Abteilung bei Alarmen in den Ignoranz-Modus schaltet. Zudem fehlt es oftmals an Zeit und Manpower, um jeden Alarm gründlich und tiefergehend zu untersuchen. Wie gut auch immer ein Antivirenprogramm sein mag, ohne den bestens geschulten Faktor Mensch als reagierende Einheit hinter jedem Alarm ist ein solches Werkzeug absolut nutzlos. Diesem Problem könnte man durch bessere Schulungen und mehr Mitarbeiter sicherlich begegnen. Doch die Probleme bei modernen Antivirenprogrammen liegen ganz woanders.

Antivirenprogramme schneiden oftmals nicht gut ab

In der heutigen Zeit sind die meisten Antivirenprogramme einfach überfordert. Dabei spielt es für den Anwender kaum eine Rolle, ob er ein kostenpflichtiges Produkt oder einen freies und kostenloses Antivirenprogramm nutzt. All diese Programme helfen zwar gegen die bereits identifizierten Schädlinge, können aber keinen guten und vor allem keinen umfassenden Schutz gegen gezielte Angriffe aus dem Netz bieten. Von dem Problem sind alle Beteiligten betroffen: Nicht nur Privatanwender und Unternehmen, die solche Software im Einsatz haben, sondern auch die Hersteller der Antivirensoftware. Deren Geschäftsfeld ist über kurz oder lang davon bedroht, sich aufzulösen. Experten im Bereich Cybersecurity gehen davon aus, dass sich die Zahl der Viren und anderer Schädlinge im Laufe der nächsten Jahre nochmals vervielfältigen wird.