Löchriger Funkstandard ZigBee 3.0
Smarte Lampen: Wenn Fremde das Licht ausknipsen

Von Jürgen Schreier 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Smarte Lampen werde immer beliebter, haben aber ein Sicherheitsloch. Schuld daran ist der Funkstandard ZigBee 3.0. Forschern der Uni Erlangen-Nürnberg ist es gelungen, per Funkbefehl das "Regiment" über solche Lampen zu übernehmen.

Eine ZigBee-Schwachstelle erlaubt den unbefugten Zugriff auf smarte Lampen.(Bild:   / CC0)
Eine ZigBee-Schwachstelle erlaubt den unbefugten Zugriff auf smarte Lampen.
(Bild: / CC0)

Smart Home-Produkte, die über das Smartphone gesteuert werden, erfreuen sich in Privathaushalten zunehmender Beliebtheit. Wenn allerdings Fremde plötzlich die Beleuchtung steuern, dürften sich wohl auch die entschiedensten Smart-Home-Anhänger verunsichert fühlen. Wissenschaftler des Lehrstuhls für IT-Sicherheitsinfrastrukturen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben derartige Sicherheitsmängel in aktuellen smarten Lampen der Hersteller GE, IKEA, Philips und Osram aufgedeckt.

Dem Team um Philipp Morgner und Zinaida Benenson gelang es, Lampen verschiedener Hersteller für mehrere Stunden zum Blinken bringen – mit einem einzigen Funkbefehl aus einer Entfernung von über 100 Metern. Zudem konnten sie die Lampen per Funkbefehl so manipulieren, dass der Nutzer nicht mehr in der Lage war, sie zu steuern. Unter bestimmten Bedingungen war es sogar möglich, die Lampen aus der Ferne zu steuern und so beispielsweise die Lichtfarbe oder Helligkeit zu ändern.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung