Digitalisierung
Smarte Flughäfen: mehr Sicherheit, mehr Komfort

Von Jürgen Schreier 4 min Lesedauer

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Der Airport London-Heathrow startet mit dem Internet of Things und Datenanalyse voll durch. Weltweit optimieren immer mehr Flughäfen mit Hilfe der Digitalisierung ihren Betrieb. So erhöhen sie die Sicherheit und verbessern den Komfort für den Reisenden.

Die Digitalisierung bietet Flughäfen große Chancen bei der Optimierung des Betriebs (Bild:  Flughafen München)
Die Digitalisierung bietet Flughäfen große Chancen bei der Optimierung des Betriebs
(Bild: Flughafen München)

Als siebtgrößter Flughafen der Welt platzt London-Heathrow bereits heute aus allen Nähten. Mit 78 Millionen Passagieren – 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr – wurde 2017 ein neuer Rekord erreicht. Wenn hier eine Maschine landet und die Fluggäste aussteigen, geht im Untergrund die Arbeit so richtig los. Mehrere Stockwerke unter der Erde rasen Hunderte Koffer über kilometerlange Gepäckförderanlagen durch Tunnel in jene Terminals, von denen aus direkt weitergeflogen wird. Wenn eine dieser Anlagen ausfällt und die Koffer hängen bleiben, kann das zum Albtraum für die Passagiere werden – und teuer für die Airlines. Je klüger und ausgereifter die Technologie in den Katakomben von Heathrow, desto zuverlässiger der Gepäckservice.

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Seit Siemens vor wenigen Monaten einige Kilometer Förderanlagen an sein offenes IoT-Betriebssystem Mindsphere angebunden hat, läuft es rund in London. „Die Anlage arbeitet nahezu ohne Ausfälle“, freut sich Michael Reichle, CEO von Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics (SPPAL). Der Auftrag des Airport-Managements war klar: Die Verfügbarkeit der Gepäckförderanlage weiter zu verbessern. Deshalb erarbeitete das Siemens-Team ein neues Wartungskonzept und setzte dabei erstmals intelligente Sensoren, das Internet of Things und Cloud-Technologie ein.