Sicherheit von Gesundheitsdaten
Sind IoT-Projekte in der Public Cloud sicher?

Ein Gastbeitrag von MA Alexander Stark 4 min Lesedauer

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Skalierbarkeit, neueste Technologien, geringer Wartungsaufwand: Die Google Cloud bietet viele Vorteile – auch bei IoT-Anwendungen. Nun sorgen T-Systems und der Hyperscaler für den passenden Datenschutz.

Mithilfe einer Public Cloud lassen sich IoT-Anwendungen im Gesundheitswesen effizient umsetzen. Doch sind sie dort sicher?(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Mithilfe einer Public Cloud lassen sich IoT-Anwendungen im Gesundheitswesen effizient umsetzen. Doch sind sie dort sicher?
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Von digitalen Gesundheitsanwendungen bis zur elektronischen Patientenakte: Die digitale Transformation im deutschen Gesundheitswesen ist in vollem Gange. Auch das Internet of Things spielt dabei eine immer größere Rolle, in diesem Fall das Internet of Medical Things (kurz: IoMT). Indem Kliniken und andere Einrichtungen ihre medizinischen Geräte vernetzen, können sie zum Beispiel die Inventur vereinfachen und beschleunigen. In Verbindung mit Tracking-Lösungen beugen sie zudem nicht nur Diebstahl vor, sondern nutzen vorhandene Einheiten optimal, da deren Standorte jederzeit bekannt sind. Ebenso lassen sich Behandlungen transparent erfassen, abrechnen und Betrugsfälle vermeiden, wenn die Geräte die Daten direkt in ein zentrales System einspeisen. Hinzu kommt mit der Medical Device Regulation eine neue EU-Verordnung über Medizinprodukte, die seit Mai 2021 greift. Sie sieht unter anderem vor, dass Hersteller die Sicherheit und Funktionsweise ihrer Produkte nach der Markteinführung fortwährend überwachen und gewährleisten müssen. Der Prozess lässt sich vereinfachen, indem die Produkte drahtlos über das IoMT miteinander verbunden werden.

Mithilfe einer Public Cloud ließen sich diese und weitere IoT-Anwendungen im Gesundheitswesen effizient umsetzen. Häufig kommen allerdings wartungs- und kostenintensive On-Prem-Strukturen zum Einsatz. Der Grund: Gesundheitsdaten zählen zu den sensibelsten Daten überhaupt. Für die meisten Akteure ist es daher keine Option, diese in den Datenwolken großer US-Hyperscaler zu verarbeiten. Zu groß sind die datenschutzrechtlichen Bedenken; etwa wegen des Freedom oder des US Cloud Acts, die US-Behörden Zugriff auf die Informationen gewähren könnten. Aber auch Unternehmen aus anderen Branchen, die ihre IoT-Projekte mit den Möglichkeiten der Public Cloud vorantreiben könnten, halten sich oft aus vergleichbaren Gründen zurück. Sie können es sich schlichtweg nicht leisten, dass zum Beispiel entlang der Lieferkette generierte Daten in fremde Hände geraten. Gemeinsam mit Google Cloud arbeiten deutsche IT-Unternehmen wie T-Systems daher an einer Lösung, um strengen Datenschutz und die technischen Möglichkeiten der Public Cloud miteinander zu kombinieren.