Expertenbeitrag

 Britta Hilt

Britta Hilt

Geschäftsführung, IS Predict GmbH

KI in der Prozessindustrie
Selbstlernende KI reduziert Minderqualität – auch in der Prozessindustrie

Von Britta Hilt & Richard Martens* 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Immer wieder hört man, wie mithilfe von KI-Analysen die Produktionsabläufe verbessert werden können. Doch oft werden dann Beispiele aus der Automobilindustrie oder dem Maschinenbau genannt. Aus der Prozessindustrie hört man jedoch weniger. Woran liegt das?

Selbstlernende KI-Lösungen decken auch in komplexen Verfahren der Prozessindustrie die verwobenen Einflussfaktoren auf.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Selbstlernende KI-Lösungen decken auch in komplexen Verfahren der Prozessindustrie die verwobenen Einflussfaktoren auf.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Bringen Algorithmen in der Prozessindustrie etwa keine nennenswerten Vorteile? Sicherlich sind die Prozesse dort oft sehr komplex. So kann sich in einem Stahlkonverter, einem Nasssilo zur Herstellung von Gipsplatten oder in einer Zementmühle ein Gemisch von verschiedenen Stoffen befinden. Auch die stückorientierte Fertigung kann sehr komplex sein, da die Hersteller viele Hunderte Varianten ihrer Produkte erzeugen.

Nachhaltige Qualitätsoptimierung mithilfe von KI-Analysen kann dennoch auch in der Prozessindustrie funktionieren. Dafür müssen jedoch die Berechnungsverfahren die Veränderungen in den Prozessen erkennen, bewerten und entsprechende Algorithmikänderungen automatisch ableiten. Selbstlernende Algorithmen stellen dieses automatische Anpassen auf Veränderungen sicher, sodass Datenexperten nicht immer wieder Hand anlegen müssen. Dynamisches und adaptives Lernen ist ein kritischer Erfolgsfaktor für die langfristige Aussagekraft von KI-Lösungen, nicht nur, aber gerade in der Prozessindustrie.