Hermle: Generativ fertigen
Schneller zur Spritzgiessform

Von Konrad Mücke 4 min Lesedauer

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Für den Werkzeug- und Formenbau fertigt die Hermle Maschinenbau GmbH im bayerischen Ottobrunn Bauteile in einem innovativen Verfahren. Bei Überschallgeschwindigkeit wird Metallpulver aufgetragen und in einer Aufspannung spanend bearbeitet.

Auf- und Abtragen in einer Aufspannung: Im Arbeitsraum der Maschine  MPA 42 befindet sich neben der Hauptspindel zum 5-Achs-Fräsen eine Düse zum Auftragen von Metallpulver. (Bild:  maikgoering photography)
Auf- und Abtragen in einer Aufspannung: Im Arbeitsraum der Maschine MPA 42 befindet sich neben der Hauptspindel zum 5-Achs-Fräsen eine Düse zum Auftragen von Metallpulver.
(Bild: maikgoering photography)

Vor sieben Jahren hat der Maschinenhersteller Hermle das Metall-Pulver-Auftrag-Verfahren MPA erstmals verwirklicht. Nunmehr steht dafür beim Dienstleister Hermle Maschinenbau GmbH die Maschine MPA 42 zur Verfügung. Sie vereint generative und subtraktive Bearbeitungsverfahren. Das beschleunigt die Durchlaufzeiten in der additiven Fertigung. Zudem sorgt sie für genaue Bauteile, da in einer Aufspannung Werkstoff aufgetragen und auf die geforderte Bauteilgeometrie spanend bearbeitet wird.

Bei Überschallgeschwindigkeit auftragen

Geschäftsführer Rudolf Derntl erläutert das von Hermle entwickelte Auftragsverfahren: "Die neben der Hauptspindel angeordnete Lavaldüse beschleunigt das Pulver und schießt es gezielt auf den aufgespannten Metallrohling." Integriert ist dieses Verfahren in eine modifizierte Ausführung des bewährten 5-Achs-Bearbeitungszentrums C 42 U.