Viel besser! Sauber Motorsport optimiert das Post Processing von SLA-Teilen

Quelle: AM Solutions 3 min Lesedauer

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Sauber Motorsport setzt für die Nachbearbeitung von per Stereolithographie (SLA) auf 3D-Systems-ProX-800-Anlagen gedruckten Teilen auf eine C1 Max von AM Solutions – 3D post processing technology.

Mit der Anschaffung des Systems C1 Max von AM Solutions hat sich Sauber Motorsport in Sachen Nacharbeit von 3D-Druckteilen nicht nur Zeitvorteile ins Haus geholt, wenn es um Komponenten für die Formel 1 geht.(Bild:  Sauber Motorsport)
Mit der Anschaffung des Systems C1 Max von AM Solutions hat sich Sauber Motorsport in Sachen Nacharbeit von 3D-Druckteilen nicht nur Zeitvorteile ins Haus geholt, wenn es um Komponenten für die Formel 1 geht.
(Bild: Sauber Motorsport)

Die Bauteile, die Sauber Motorsport per SLA herstellt, sind äußerst komplex und erfordern maximale Präzision, heißt es. Das erkläre sich bereits aus dem Anwendungsspektrum der Bauteile. So kommen sie fast ausschließlich im Windkanal für die Formel 1 zum Einsatz, was entscheidend für die Dynamik eines Fahrzeugs ist.

Um für diesen Zweck zuverlässig und schnell qualitativ hochwertige 3D-Druckteile zu liefern – in der Zeit von Oktober bis Februar sind es immerhin etwa 1.000 Teile in der Woche – braucht es auch eine effiziente Nachbearbeitung. Und bei der chemischen Nachbearbeitung im SLA-Bereich musste Sauber früher viele Schritte manuell ausführen. Das hat bei einer Anzahl von sieben Druckern nicht nur viel Zeit gekostet, sondern war auch für die Mitarbeiter, die mit den Chemikalien arbeiten mussten, eine große Belastung. Seit Februar nutzt man nun aber zwei C1 Max von AM Solutions, die die Probleme beseitigen, wie es weiter heißt.

Nacharbeitsaufwand für 3D-gedruckte Teile wurde halbiert

Die C1 Max basiert auf dem Konzept der C1 und wurde von AM Solutions speziell auf die Bedürfnisse von Sauber Motorsport hinsichtlich der Nutzung großer Bauplattformen angepasst, wie man erfährt. Die SLA-Druckerzeugnisse werden dabei über eine automatisch absenkbare Bauplatte in das Behandlungsbecken getaucht und von einem speziell temperierten Medium umspült. Ein Propeller sorgt in Kombination mit mehreren, aber auch einzeln ansteuerbaren Düsen, für eine ideale Umströmung und maximale Flexibilität bei der Nachbearbeitung. Ein Gitterkorb garantiere, dass keine Teile im Tauchbecken verloren gingen oder beschädigt würden. Ein gut aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel chemischer, thermischer und mechanischer Prozesse weicht die Stützstrukturen auf, wodurch sie anschließend einfach und schonend entfernt werden können. Früher musste jedes einzelne Bauteil aufwendig von Hand mit einem Spachtel unter Einsatz erweiterter PSA-Ausrüstung bearbeitet werden. Wie Sauber anmerkt, konnte die Nachbearbeitung damit von einem ganzen Tag auf einen halben verkürzt werden.

Nacharbeitsmittel schont Umwelt und Mitarbeiter

Das in einer C1 Max wirkende, speziell entwickelte Medium soll umweltfreundlicher sein als herkömmliche Mittel, was sich auch positiv auf die Gesundheit der Mitarbeiter auswirkt, die nun etwa im Raum ohne Maske arbeiten können. Ein großer Praxisvorteil sei zudem, dass beim Entleeren der Anlage kein zusätzliches Equipment nötig sei. Denn ist das Medium gesättigt, wird es über die integrierte Pumpe sicher abgepumpt und über einen Dienstleister entsorgt. Insgesamt wurde der Reinigungsaufwand der Anlage im Vergleich zu früher erheblich reduziert, so Sauber.

Trockeneisstrahlen zur Plattenreinigung entfällt

Der Entwicklungsprozess der C1 Max erstreckte sich über etwa eineinhalb Jahre, wie AM Solutions sagt. Dabei wurden immer wieder Daten und Bauteile ausgetauscht. Ein wichtiger Aspekt war auch die optimale Größe der Anlage. Diese ermöglicht die Bearbeitung eines Bauvolumens von 750 × 750 x 550 Millimetern und damit die Bearbeitung einer kompletten Bauplatte der 3D-Systems-ProX-800 oder auch der SLA 750.

Ein weiterer Vorteil bestehe darin, dass die bloßen Platten einfach über Nacht in die Anlage gelegt und somit gereinigt werden können. Früher habe man die circa 25 Platten immer freitags aufwendig mit Trockeneis gestrahlt. Den Platz und die Zeit dafür kann Sauber aber nun anderweitig nutzen. Um auch für zukünftige Druckerversionen gerüstet zu sein, gibt es entsprechende Adapter, um die Maschine anpassen zu können. Die C1 Max ist für Sauber Motorsport mit Blick auf die Ansprüche der Formel 1 ein wichtiger Schritt zur Optimierung der Prozesse, heißt es abschließend.

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