Quartalszahlen HBM-Chips sorgen für Gewinnsprung bei Samsung

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Samsung hat seine endgültigen Zahlen für das zweite Quartal vorgestellt. Der Gewinn hat sich versechsfacht im Vergleich zum Vorjahr. Die Zukunftsprognose fällt positiv aus.

Samsung erhielt die Zertifizierung des Chipentwicklers Nvidia für eine Version ihrer HBM-Chips. Das Unternehmen erhofft sich auch für die neueren Versionen eine Zertifizierung in den kommenden Monaten.(Bild:  Shuo - stock.adobe.com)
Samsung erhielt die Zertifizierung des Chipentwicklers Nvidia für eine Version ihrer HBM-Chips. Das Unternehmen erhofft sich auch für die neueren Versionen eine Zertifizierung in den kommenden Monaten.
(Bild: Shuo - stock.adobe.com)

Der Elektronikriese Samsung ist nach einem Gewinnsprung durch gestiegene Chippreise und einer starken Nachfrage bei KI-Anwendungen auch für die zweite Jahreshälfte zuversichtlich.
Das Unternehmen geht davon aus, dass der Marktanteil von KI-Dienstleistungen auch weiter steigen wird und plant in diesem Bereich weiter zu investieren. Dies teilte Samsung am Mittwoch bei der Vorlage endgültiger Zahlen für das zweite Quartal mit. Zudem geht der Elektronikkonzern laut eigenen Angaben davon aus, dass die starke Nachfrage nach sogenannten HBM-Chips (High-Bandwidth Memory) anhalten wird. Die Strom sparenden und zugleich ultraleistungsfähigen Speicherchips werden vor allem bei Anwendungen rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) verbaut.

Die Geschäftszahlen haben die Erwartungen von Ökonomen übertroffen

Der operative Gewinn des südkoreanischen Unternehmens stieg auf 10,44 Billionen Won (umgerechnet rund 7 Mrd Euro) und erhöhte sich damit im Jahresvergleich um mehr als das Fünfzehnfache. Beim Umsatz verzeichnet Samsung einen Anstieg von rund 23 Prozent auf 74,07 Billionen Won. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 9,64 Billionen Won, das Sechsfache im Vorjahresvergleich.

Die Geschäftszahlen von Samsung übertrafen damit die Erwartungen der meisten Ökonomen deutlich. Als Branchenführer konnte das südkoreanische Unternehmen vor allem von den rasant gestiegenen Chippreisen profitieren, die der KI-Boom ausgelöst hat.Noch vor einem Jahr befanden sich die Preise für Halbleiter auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau, nachdem ein Überangebot und eine schleppende Nachfrage der Chip-Branche lange zugesetzt hatten.

HBM-Chip erhält Zertifizierung

Insbesondere entwickelte sich Samsungs Geschäftssparte der sogenannten HBM-Chis mit einem Anstieg von über 50 Prozent im Vergleich zum Vorquartal sehr robust. Investoren hatten sich zuletzt besorgt über die Marktposition von Samsung in dem lukrativen Geschäft gezeigt, bei dem der Konzern hinter dem Konkurrenten SK Hynix zurückliegt. Samsung habe jedoch Fortschritte gemacht, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg in dieser Woche berichtete. So erhielt das Unternehmen die Zertifizierung des Chipentwicklers Nvidia für eine Version ihres HBM-Chip (HBM3) und rechnet mit einer Genehmigung für die nächste Generation (HBM3E) in zwei bis vier Monaten.

In einer Telefonkonferenz wollte sich Samsung über einzelne Kunden nicht äußern, kündigte aber an, die Produktion für HBM3E-Chips hochzufahren. Die Chip-Version soll dann im vierten Quartal 60 Prozent der HBM-Umsätze ausmachen, hieß es. Im kommenden Jahr plane Samsung die Auslieferung von HBM-Chips zu verdoppeln.

Die positiven Entwicklungen spiegeln sich auch an der Börse wider

Der Aktienkurs von Samsung Electronics stieg am Mittwoch um knapp 3,6 Prozent. Auch der südkoreanische Leitindex Kospi schloss gestützt von dem positiven Geschäftsbericht mit einem Plus von 1,19 Prozent.
Samsung ist marktführend bei Speicherchips und Fernsehern. Im ersten Quartal holten sich die Südkoreaner nach Berechnungen von Marktforschern zudem den Spitzenplatz im Smartphone-Markt von Apple zurück.

Erst zu Beginn des Monats rief die größte Gewerkschaft bei Samsung in Südkorea zu einem unbefristeten Streik auf. Die Verhandlungen um faire Löhne für die Belegschaft dauern nach wie vor an.

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