6G-Kommunikation Rohde & Schwarz unterstützt 6G-Entwicklung durch Messkampagne

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Kanalausbreitungsmessungen hat Rohde & Schwarz jetzt mit Blick auf die 6G-Technik unternommen. Hier Näheres zu den Hintergründen.

Die 6G-Technik schreitet voran! So hat Rohde & Schwarz in München die winkelaufgelöste Terahertz-Kanalmessungen im Freien durchgeführt. Die Messsysteme befinden sich dabei in einer Art Straßenschlucht am Hauptsitz des Unternehmens. Lesen Sie, was das Ganze soll ...(Bild:  Rhode & Schwarz)
Die 6G-Technik schreitet voran! So hat Rohde & Schwarz in München die winkelaufgelöste Terahertz-Kanalmessungen im Freien durchgeführt. Die Messsysteme befinden sich dabei in einer Art Straßenschlucht am Hauptsitz des Unternehmens. Lesen Sie, was das Ganze soll ...
(Bild: Rhode & Schwarz)

Die Entwicklung der Sub-Terahertz-Kommunikation, die bei 6G zum Einsatz kommen soll, setzt ein gründliches Verständnis der Ausbreitungseigenschaften solcher elektromagnetischen Wellen voraus, wie Rohde & Schwarz erklärt. Rohde & Schwarz unterstützt die Forschung von 6G-Organisationen, Universitäten und Forschungsinstituten in Europa, Asien und in den USA jetzt aktiv. Das messtechnische Know-how und die Herangehensweise des Unternehmens sollen dabei den Weg für die nächste Mobilfunkgeneration 6G, deren kommerziellen Einführung um das Jahr 2030 erwartet wird, ebnen. Sub-Terahertz markiere typischerweise den Frequenzbereich von 100 bis 300 Gigahertz und stelle einen möglichen Baustein des zukünftigen 6G-Mobilfunkstandards dar.

Die Sub-Terahertz-Technik könnte dabei nicht nur unverzichtbar werden, um Anforderungen wie einen Maximaldurchsatz von rund einem Terabyte pro Sekunde und eine extrem niedrige Latenz zu erfüllen. Sie bilde auch die Grundlage für faszinierende neue Anwendungen, glaubt Rohde & Schwarz. Die Verfügbarkeit wesentlich größerer Bandbreiten werde die Kommunikation dabei über kurze Entfernungen mit sehr hohem Durchsatz ermöglichen. Das Ganze sei kombiniert mit der Umgebungserfassung zur Erkennung von Objekten oder leistungsfähiger Gestenerkennung mit einer Auflösung bis in den Millimeterbereich, wie man betont. Um das Potenzial ausschöpfen zu können, müssen auch mithilfe von Channel-Sounding-Messungen die Ausbreitungseigenschaften der Terahertz-Frequenzen untersucht werden.

Mobilfunk in Bändern über 92 Gigahertz soll möglich werden

Aus diesem Grund hat Rohde & Schwarz eine entsprechende Messkampagne in einem städtischen Mikroszenario sowie in einem Indoor-Szenario bei 158 und 300 Gigahertz auf dem Rohde & Schwarz-Campus in München durchgeführt. Die ersten Ergebnisse dieser Kampagne sind in den Bericht der ITU-R Arbeitsgruppe 5D (W5PD) zum Thema „Technical feasibility of IMT in bands above 100 GHz“ eingeflossen, dessen Ziel es ist, die technische Machbarkeit von Mobilfunktechnologien in Bändern über 92 Gigahertz zu untersuchen und entsprechende Informationen bereitzustellen (IMT steht dabei für International Mobile Telecommunications Standards). Der Bericht soll auf der Weltfunkkonferenz 2023 (WRC23) der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) besprochen werden. Im Rahmen dieses Events werden voraussichtlich zusätzliche Frequenzbänder jenseits von 100 Gigahertz und deren mögliche Zuweisung auf der späteren WRC27 diskutiert, so das Unternehmen.

Das aktuelle 3GPP-Kanalmodell ist außerdem nur bis 100 Gigahertz validiert. Ein entscheidender erster Schritt des Standardisierungsprozesses für 6G ist deshalb die Erweiterung dieses Kanalmodells auf höhere Frequenzen. Die jüngste Rohde & Schwarz-Messkampagne unterstützt die Erforschung der Millimeter- und Submillimeter-Mobilfunkkanäle (Sub-Terahertz und Terahertz), die verschiedene für den künftigen 6G Kommunikationsstandard bedeutende Frequenzen abdecken. Um diese Forschungsaktivitäten weiter vorantreiben zu können, hat Rohde & Schwarz von der Bundesnetzagentur eine Versuchslizenz erhalten. Diese umfasst

Frequenzen im Sub-Terahertz-Bereich, wie das D-Band (110 bis 170 Gigahertz) und das H-Band (220 bis 330 Gigahertz). Aber auch das W-Band (75 bis 110 Gigahertz), FR2 (Millimeterwellen), FR3 (7 bis 24 Gigahertz) und das Industriefrequenzband in Deutschland von 3,7 bis 3,8 Gigahertz gehörte dazu.

(ID:49015596)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung