Digitalisierungsstrategien
Roadmap für die Industrie 4.0 – mit Edge Computing und maßgeschneiderten Software-Apps

Ein Gastbeitrag von Uwe Schnepf* 6 min Lesedauer

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Die Transformation hin zur Industrie 4.0 ist für Maschinenbauer und Anlagenbetreiber entscheidend für den künftigen Unternehmenserfolg. Ein Mix aus lokaler Lösungskomponente auf Shopfloor-Ebene, kombiniert mit einer globalen Cloud-Integration, ist Schlüssel zum Erfolg.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Maschinenbauer und Anlagenbetreiber die Vernetzung ihrer Produkte und Produktionswege jetzt vorantreiben.(Bild:  GettyImages-926845394/ Monty Rakusen)
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Maschinenbauer und Anlagenbetreiber die Vernetzung ihrer Produkte und Produktionswege jetzt vorantreiben.
(Bild: GettyImages-926845394/ Monty Rakusen)

Massive Probleme in den bestehenden Lieferketten durch Corona-Nachwirkungen, die Sicherung der gestörten Energie- und Vorproduktversorgung durch den Ukraine-Krieg und ein lähmender Mangel an Fachkräften: Deutsche Maschinenbauer und Anlagenbetreiber stehen bereits seit längerer Zeit vor großen Herausforderungen, derzeit spitzt sich die Lage jedoch massiv zu. Das steht dem erforderlichen Innovations- und Service-Potenzial der Unternehmen im Weg. Fehlende Zeit für die dringend anstehende Digitalisierung der Produkte und Produktionsstraßen, aber auch die drohenden Gefahren hinsichtlich möglicher Cyber-Attacken auf ihre Betriebe und ihr Know-how rücken immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf. Die Vorteile neuer Digitalisierungs- und Vernetzungstechnologien haben die meisten Industrieunternehmen dabei längst erkannt: Eine hochautomatisierte und damit schnellere Produktion ermöglicht eine frühere Marktreife für innovative Produkte und befähigt Unternehmen, völlig neue Märkte zu erschließen. Der Schlüssel dazu liegt in der Vernetzung von physischen Objekten im industriellen Zusammenhang – untereinander sowie mit dem Internet. Der so entstehende digitale Zwilling der Fertigung schafft volle Transparenz und höhere Effizienz durch das Erfassen und Analysieren der Maschinendaten via Edge-Computing-Systeme.

In fünf Schritten in die Industrie 4.0

Um nicht den Anschluss an die internationale Konkurrenz und damit ihre Existenzgrundlage zu verlieren, müssen insbesondere mittelständische Unternehmen trotz Fachkräftemangels und fehlender Ressourcen die Digitalisierung und Vernetzung ihrer Produkte und Produktionswege vorantreiben. Bewährt hat sich, verstärkt auf vorhandene Lösungen am Markt zu setzen, anstatt die Entwicklung selbst in die Hand nehmen zu wollen. Dabei sollten Unternehmen jedoch darauf achten, dass sie nicht geschlossene und damit potenziell teure Systeme auswählen, sondern auf offene, skalierbare Lösungen setzen − etwa nach einem Software-as-a-Service (kurz: SaaS)- und Pay-as-you-Grow-Modell. Eine Best Practice Roadmap macht deutlich, wie sich der Weg zur Industrie 4.0 in der Praxis umsetzen lässt und wie Unternehmen es schaffen können, ihren bestehenden, heterogenen Maschinenpark schnell und effizient zu modernisieren.