OPC UA
RFID-Daten in die Cloud

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 4 min Lesedauer

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Die Integration unterschiedlicher Systeme in eine Automatisierungs- oder IT-Architektur kann kompliziert sein – RFID-Lesegeräte bilden hier keine Ausnahme. Wie aber muss eine Kommunikationsarchitektur aussehen, die Zehntausende Geräte in der digitalen Fabrik vernetzt? Industrielle Kommunikation und die OPC UA sind der Schlüssel.

Radio-Frequency-Identification-(RFID-)Systeme wie Simatic RF600 können dank OPC UA in unterschiedliche Zielsysteme eingebunden werden.(Bild:  Markus Weinländer)
Radio-Frequency-Identification-(RFID-)Systeme wie Simatic RF600 können dank OPC UA in unterschiedliche Zielsysteme eingebunden werden.
(Bild: Markus Weinländer)

Die Veränderungen werden deutlich, wenn man sich die Anwendungsszenarien in der digitalen Fabrik näher betrachtet. Diese Use Cases lassen sich in drei Bereiche gliedern. Das End-to-End-Engineering bedeutet, die Daten aus dem Produktdesign auch für das Fertigungs-Engineering nutzen zu können, zum Beispiel zur Ableitung von Steuerungsprogrammen. Damit können unterschiedliche Perspektiven auf ein Erzeugnis in einem einheitlichen Datenmodell erfasst und entwickelt werden, was Änderungen vereinfacht, Fehler zu vermeiden hilft und die Engineering-Zeiten einschließlich der Fertigungseinführung deutlich reduziert.

Die flexible Automation will den scheinbaren Widerspruch zwischen Flexibilität und Automatisierung auflösen, um auf dem gleichen Anlagenpark eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte herstellen zu können. Neue Fertigungsverfahren wie 3D-Druck zählen in diesen Bereich. Schließlich werden über die Sammlung und Integration von Daten über den gesamten Produktlebenslauf neue Services möglich, zum Beispiel für die Wartung.