Kreislaufwirtschaft praktisch umgesetzt
Reduce, Reuse und Recycle in der Fertigung

Ein Gastbeitrag von Alexander Klein, Vice President Operations EMEA, Plexus. 4 min Lesedauer

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Die EU rückt Kreislaufwirtschaft ins Zentrum industrieller Wertschöpfung. Reduce, Reuse und Recycle werden damit zu strategischen Hebeln für Ressourcensicherheit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

EMS-Dienstleister Plexus setzt den Dreiklang der Kreislaufwirtschaft – Reduzieren, Wiederverwenden, Recyclen – praktisch um.(Bild: ©  Navee - stock.adobe.com)
EMS-Dienstleister Plexus setzt den Dreiklang der Kreislaufwirtschaft – Reduzieren, Wiederverwenden, Recyclen – praktisch um.
(Bild: © Navee - stock.adobe.com)

Seit der öffentlichen Konsultation des Circular Economy Acts im August verfolgt die EU das Ziel, einen Binnenmarkt für Sekundärrohstoffe aufzubauen. Dazu gehört auch, den Einsatz hochwertiger Rezyklate wie Kunststoffe, Metalle oder Glas zu fördern. Bis ins Jahr 2030 soll dadurch die zirkuläre Materialnutzungsrate von heute 11,8 Prozent auf 24 Prozent steigen. Um diese Verdopplung in nur fünf Jahren zu erreichen, braucht es neue Ansätze in der industriellen Fertigung.

Dass Fortschritte möglich sind, zeigen die vergangenen Jahre: Zwischen 2004 und 2022 konnte die Industrie in der EU den Ausstoß gefährlicher Abfälle um mehr als 3,6 Millionen Tonnen und nicht gefährlicher Abfälle um über 15 Millionen Tonnen verringern. Dennoch bleibt der Handlungsdruck hoch, weil die Industrie noch immer überwiegend nach linearen Produktionsmodellen arbeitet.